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Remscheid
Andreas Schleicher macht Musik mit Augenzwinkern

Remscheid. Wer macht besser Musik, Jungs oder Mädchen? Andreas Schleicher, bekannt geworden als Gitarrist der Popolski Show, wollte es wissen und nahm auf dem Album "Mädchen gegen Jungs" zehn deutschsprachige Pop-Stücke auf. Mal interpretierte ein weibliches Streichquartett die Songs, mal ein Herrenquartett bestehend aus Gitarrist, Schlagzeuger, Bassist und Akkordeonspieler. Von Hagen Thiele

Bei einem grandiosen Konzert am Freitagabend in der Klosterkirche zeigte sich, dass beide Geschlechter besser zusammen und nicht gegeneinander aufspielen. Es war einer der großen Höhepunkte in einer einzigen Aneinanderreihung von Höhepunkten, als bei "Genau mein Tag" zum ersten Mal alle Musiker gemeinsam auf der Bühne standen. Zusammen spielten sie zunächst ein astreines Reggae-Stück, bei dem Schleicher mit seiner lockeren Art augenblicklich Urlaubsstimmung weckte, bevor das Lied gegen Ende deutlich das Tempo anzog.

Schließlich mauserte sich die Nummer zu einem rasanten Song, bei dem man sich insgeheim fragte, warum die Instrumente nicht zu glühen begannen. Da hielt es auch Schleicher nicht mehr ruhig, der kurzerhand auf der Stelle joggte, um die geballte musikalische Energie auszuleben. "Wir müssen abbrechen, ich habe mich vollkommen verausgabt", meinte der Gitarrist und Sänger scherzhaft.

Dass Schleicher Sinn für Humor hat, wissen seine Anhänger alleine schon wegen seines Mitwirkens bei der Popolski Show. Er bewies ihn aber auch, als er nur mit den vier Damen als Begleitung das Lied "Hunger nach Fisch" spielte. Im Mittelteil des Stücks war die Kreativität der Besucher gefragt, die einen Reim mit einem Verb vervollständigen sollten. Dabei wurde Schleichers Hang zur augenzwinkernden Unterhaltung deutlich, ging es bei besagtem Reim doch um Frauen mit großen Brüsten.

Dank seines spitzbübischen Charmes nahm es ihm aber wohl keine der anwesenden Damen übel - sei es auf der Bühne oder im Publikum. Die Zuhörer fraßen Schleicher regelrecht aus der Hand. Jeder Song erhielt seinen Applaus, die meisten auch Jubel. Im richtigen Moment klatschten die Gäste mit oder sangen - je nachdem, welche Interaktion gerade gefragt war.

Da verlor die Frage, welches Geschlecht denn nun besser Musik macht, an Bedeutung. Musik verbindet eben.

Quelle: RP
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