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Messerangriff in Remscheider Friseur-Salon
Angeklagter schweigt bei Prozessauftakt

Messerangriff in Remscheider Friseur-Salon: Angeklagter schweigt bei Prozessauftakt
Der Fall wird vor dem Wuppertaler Landgericht verhandelt. (Symbolfoto) FOTO: dpa, jps fdt fg ve
Wuppertal. Seit Freitag steht ein 38-Jähriger in Wuppertal wegen versuchten Mordes vor Gericht. Er soll versucht haben, im Namen der vermeintlich verletzten Familienehre seinen Schwager zu töten.

Der Mann soll seinem Schwager ein Messer in den Bauch gestoßen haben. Die Bluttat spielte sich im Friseursalon des Opfers in Remscheid ab. Auslöser soll ein handgreiflicher Streit zwischen dem Friseur und dessen Frau, der Schwester der Angeklagten, gewesen sein. Als die Angestellten die Attacke mitbekamen, gingen sie dazwischen und entwaffneten den Angreifer. Das Opfer wurde schwer verletzt.

Der erste Prozesstag war schon nach wenigen Minuten zu Ende. Der Angeklagte, der bislang zu den Vorwürfen schwieg, sagte auch am Freitag nicht aus. Sein Mandant wolle zunächst die ersten Zeugen abwarten, erklärte der Verteidiger.

Am Tattag im November 2016 war der 38-Jährige laut Anklage zu seinem Schwager in den Friseursalon gekommen, hatte erst gewartet und einen Kaffee getrunken. Dann soll er von hinten an den Friseur herangetreten sein. Als dieser sich umdrehte, soll der Angeklagte zugestochen haben. Dabei wurde unter anderem eine Rippe durchtrennt.

(sef/lnw)