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Remscheid
Asylbewerber sollen bei „Houseparkfest“ Frauen bedrängt haben

Remscheid: Asylbewerber sollen bei „Houseparkfest“ Frauen bedrängt haben
Das "Houseparkfest" im Stadtpark war Schauplatz des Geschehens. FOTO: jumo
Remscheid. Vier Asylbewerber aus Albanien und Mazedonien hat die Polizei am Samstag Abend auf dem "Houseparkfest" im Stadtpark festgenommen. Gegen sie werde wegen verschiedener Delikte ermittelt, unter anderem bestehe der Anfangsverdacht eines versuchten Sexualdeliktes, so der Polizeibericht.

Drei der Männer im Alter von 15, 22 und 31 Jahren leben in Remscheider Flüchtlingsunterkünften. Der älteste (36) ist in einem Flüchtlingsheim in Monheim untergebracht. Die vier Asylbewerber hätten sich am Samstagabend auf dem Musikfestival im Stadtpark in einer größeren Gruppe bewegt und seien Zivilfahndern der Polizei aufgefallen, als sie junge Festivalbesucher "angetanzt" hätten.

Dabei sollen sie insbesondere eine Gruppe junger Frauen bedrängt haben. Dabei hätten sie die jungen Frauen auch an den Arm gefasst, so eine Polizeisprecherin. Als die Zivilfahnder sich als Polizisten zu erkennen gaben und die Männer auf ihr Verhalten ansprachen, seien sie aggressiv geworden und hätten weiter gepöbelt. Dabei habe sich besonders der 22-Jährige hervorgetan, der offenbar unter Alkohol stand. Die Beamten hätten die Männer dann mit körperlichem Zugriff zur Ruhe gebracht und vorsorglich in Polizeigewahrsam genommen.

Auf der Wache wurden ihre Identitäten festgestellt, dem mutmaßlichen Haupttäter wurde eine Blutprobe entnommen. Alle vier sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Ein eingeleitetes Ermittlungsverfahren soll nun klären, mit welcher Absicht sich die Männer den Frauen, die Handtaschen trugen, genähert haben und ob es zu sexuellen Übergriffen kam.

(bu)