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Remscheid
Asylbewerberin erzählt von ihrer Karriere

Remscheid. "Remscheid Tolerant" beteiligt sich an Internationalen Wochen gegen Rassismus. Heute Info auf Allee. Von Bernd Geisler

Unter dem Titel "Solidarität mit Flüchtlingen" lädt das Aktionsbündnis Remscheid Tolerant" heute, 12 Uhr, zu einer Infoveranstaltung an der Zange auf der Alleestraße ein. Doch diese Aktion ist nur der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Sie beruhen auf die UN-Aktionswoche der Solidarität mit den Gegnern und Opfern von Rassismus. Die UN erinnert damit an den 21. März 1960, an dem in Sharpeville, Südafrika, 69 Menschen getötet wurden, darunter acht Frauen und zehn Kinder. Sie hatten an einem friedlichen Protestmarsch gegen die Passgesetze des Apartheid-Regimes teilgenommen.

"Remscheid Tolerant" stellt sich für die Zeit vom Donnerstag, 10. März, bis Mittwoch, 23. März, acht Veranstaltungen vor. Am Montag, 28. März, und Freitag, 1. März, gibt es zusätzlich noch zwei passende Unterhaltungsprogramme. Alle Veranstaltungen unterscheiden sich voneinander, haben aber dasselbe Ziel: Stellung gegen Rassismus zu beziehen, die Zusammenarbeit der verschiedenen Gruppen und Ehrenamtler zu fördern und für ein friedliches Zusammenleben aller Bürger in Remscheid einzutreten. Sie entstammen mittlerweile 124 Nationen.

Die Palette der Aktionswochen reicht vom Ökumenischen Friedensgebet über Ausstellungen zur jüngeren deutschen Geschichte und zum Begriff "Heimat" sowie gemeinsames, internationales Kochen. Hinzu kommen Erfahrungsaustausch unter Ehrenamtlern und der authentische Erfahrungsbericht einer Asylbewerberin, die es in Deutschland zur Rechtsanwältin gebracht hat. Ferner informiert ein investigativer Journalist über die extreme Rechte. Dass dies alles kein Kindergeburtstag ist, zeigte Rolf Haumann, Jugendreferent des Evangelischen Kirchenkreises Lennep. Er berichtete von einer Remscheider Kirchengemeinde, die sich an diesen Aktionswochen mit einer Ausstellung "Gott mag die Ausländer" beteiligt. Sie möchte namentlich nicht genannt werden. Sie sei bereits sieben Mal Opfer eines Anschlages geworden, sagte er. www.remscheid-tolerant.de

Quelle: RP
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