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Remscheid
Aufbruchstimmung in Honsberg

Remscheid: Aufbruchstimmung in Honsberg
"Home by Nature" heißt das Konzept von Eva Zimmerbeutel (Effi). Hier verbinden sich Pflanzen und Früchte mit Textilien, etwa auf Tapeten. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Der neue Verein "Kulturwerkstatt" stellte am Wochenende seine Ziele für den Stadtteil vor. Von Hagen Thiele

Ganze Heerscharen Kulturinteressierter wanderten am Sonntagmorgen in die Siemensstraße auf dem Honsberg. In den Häusern 21 und 23 stellte der neue Verein "Kulturwerkstatt" unter lautem Applaus der Besucher seine neuen Räume, aktuelle Projekte und langfristige Ziele vor.

Wichtig ist es den Organisatoren um Mariusz Mateja, dass der Verein sich in die sozialen Strukturen des Stadtteils integriert. Das begrüßte auch Hans-Jürgen Behrendt, der Vorstandschef der Gewag, die das Projekt mit den Räumlichkeiten unterstützt. "Wenn man jetzt vom Honsberg spricht, denkt man an die Aufbruchstimmung", sagte er. "Es ist schön, dass wir das alle gemeinsam in Angriff nehmen", ergänzte der Vorsitzende der Stadtteil e.V. Ralf Noll.

Man wusste gar nicht so recht, wo man zuerst hingehen sollte. Ateliers lockten, Gespräche mit Künstlern und Projektleitern. Mit einer Mind Map verdeutlichte die Kulturwerkstatt für die zahlreichen Besucher, das weitgefächerte Konzept, das sich komplett um das Motto "ins blaue" dreht. Großes Ziel ist es, an Kunst und Kultur interessierten Menschen eine Plattform zu bieten, um ihre Arbeit vorzustellen, Kontakte zu knüpfen oder auch gemeinsam Ideen zu entwickeln im Sinne eines kreativen Schmelztiegels. Zahlreiche Studenten der umliegenden Universitäten nutzen dieses Forum bereits.

Dabei reicht die Spanne von bildender Kunst über Filmprojekte bis hin zu Street Art. Zur letztgenannten ist für den Sommer eines der ersten Events geplant, die ebenfalls auf der Agenda der Kulturwerkstatt stehen. Bei der Premiere werden Künstler den gesamten Honsberg als Gestaltungsfläche nutzen.

Damit möchte die Kulturwerkstatt aber auch fernab künstlerischer Aspekte positive Akzente für den Honsberg setzen. "Kunst ist ein guter Übermittler, um zu zeigen, wie sich ein Stadtteil entwickeln kann", meinte Mariusz Mateja, der an vergangene Aktionen wie im Sommer 2013 erinnerte, als in Häusern an der Halskestraße interaktives Theater und Ausstellungen auf hunderte von Besuchern gewartet haben.

Für die Zukunft verspricht man sich, den Stadtteil mit ähnlichen Aktionen auch für kommerzielle Partner attraktiv zu machen. Großer Wunsch ist es, ein Café anzusiedeln. Dort sollen Künstler und Anwohner die Möglichkeit zu einem Austausch erhalten.

Eine Übersicht über alle geplanten Projekte, die Kooperationspartner, geplante Events und die beteiligten Künstler gibt es auf der Webseite des Vereins unter "http://www.ins-blaue.net" .

Quelle: RP
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