| 17.28 Uhr

Remscheid
Aufräumen nach Xynthia

Sturm-Bilanz im Bergischen: Viele umgestürzte Bäume
Sturm-Bilanz im Bergischen: Viele umgestürzte Bäume FOTO: Uwe Miserius
Remscheid. Nach dem Abzug von Sturmtief "Xynthia" haben gestern auch in Remscheid die Aufräumarbeiten begonnen. "Wir sind mit der ganzen Truppe draußen", berichtete Markus Wolff, Leiter des Forstamtes. Das waren zehn Forstwirte und externe Unternehmer, welche die Maschinen stellten. Dabei ging es vor allem darum, umgestürzte Bäume von Waldwegen zu entfernen. Von Birthe Rosenau

Am Sonntag hatte der Orkan teilweise mit 110 Stundenkilometern gewütet und vor allem Dachziegel oder Bauteile weggeweht. Bäume kippten um, Äste blockierten Straßen. Über 70 Einsätze zählte die Feuerwehr, hundert Kräfte, darunter von sieben Freiwilligen Feuerwehren, rückten bis spätabends aus. Zwei Menschen wurden verletzt: Ein Baum war auf der Straße Am Eichholz auf ihr Auto gestürzt.

Gestern Morgen hatte die Feuerwehr nur noch ein paar kleinere Einsätze. "Bei Kyrill gab es deutlich mehr Schäden. Wir sind dieses Mal eher gestreift worden", zog Einsatzleiter Josef Köster Bilanz. Das bestätigte auch Markus Wolff: 2500 bis 3000 Kubikmeter Sturmholz zählte das Forstamt. "Das ist etwa ein Drittel des jährlichen Einschlags bei Fichten. Beim Laubholz gab es kaum Schäden", sagte Wolff.

Überwiegend handelte es sich um vereinzelt umgefallene Bäume. Dort, wo Bäume bereits durch das Sturmtief "Kyrill" im Januar 2007 angegriffen waren, riss der Orkan größere Löcher in den Wald. So etwa an der Panzertalsperre, wo ein alter Fichtenbestand umkippte. Dort sind noch Wege gesperrt, ebenso im Bereich Klausen und am Wasserturm. Die Arbeiten werden sich noch bis Ende der Woche hinziehen, schätzte Markus Wolff.

Auch die Remscheider Entsorgungsbetriebe (REB) waren unterwegs, um die Straßen von Astteilen zu befreien. Zusätzlich zu den sechs Kehrmaschinen sammelten zwölf Mitarbeiter größere Äste von Hand ein. "Denn die Kehrmaschinen tun sich damit schwer, die Saugschächte verstopfen immer wieder", sagte Bereichsleiter Michael Sauer.

Quelle: RP
 
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