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Remscheid
Ausflug ins Feenland des Tanzes

Remscheid: Ausflug ins Feenland des Tanzes
Tanzen bedeutet auch Konzentration. Die jungen Tänzerinnen des Studio B. gaben bei der Aufführung im Teo Otto Theater ihr Bestes. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Die Ballettschule Studio B. zeigt ein vielfältiges Programm zwischen Klassik und Rhythm' n' Blues im Teo Otto Theater. Von Wolfgang Weitzdörfer

Das ist ein ganz schönes Gewusel gewesen auf der Bühne des Teo Otto Theaters. Unter dem Motto "Studio B tanzt" war es einmal mehr soweit: Die jungen Tänzerinnen der Lüttringhauser Schule für Ballett-Tanz zeigten in einer phantastischen Werkschau, was sie alles mit ihren Lehrerinnen einstudiert hatten. Dabei ging es mal ganz klassisch zu, dann aber auch sehr modern. Das begeisterungsfähige Auditorium, in dem natürlich vor allem Eltern, Großeltern und Geschwister der Ballett-Schülerinnen anzutreffen waren, sparte folglich nicht mit Applaus, was die jugendlichen Nachwuchs-Tänzerinnen zu noch besseren Leistungen anspornte. Unter der launigen Moderation von "Studio-B"-Leiterin Michèle Bialon zeigten ihre Schützlinge knapp 80 Minuten vollen Einsatz, so dass Bialon am Ende der Werkschau mehr als nur zufrieden in den Feierabend gehen konnte.

In der Ballettschule "Studio B" können Kinder ab vier Jahren das Tanzen lernen. Und wie gut sie das schon konnten, zeigte eine Gruppe der sogenannten "Pre-Primarys" gleich zum Auftakt des Abends. Unter anderem mit einem vertonten Märchen - Bialon: "Dem mit dem bösen Wolf!" - , das für große Begeisterung im Publikum sorgte. Vor allem dann, als die langhaarige Wölfin von der kleinen Rotkäppchen-Armee aus dem Wald gejagt wurde. Besonders schön waren neben den phantasievollen Choreographien, der Ernst und die Konzentration der kleinen Tänzerinnen. Die Kinder hatten aber auch ihren Spaß und liefen zum Schlussapplaus mit fröhlichen Mienen über die Bretter im Teo Otto Theater.

Auch das bekannte Kinderbuch "Ronja Räubertochter" hatte sich Bialon mit ihrem Team vorgenommen: "Das ist ein wenig gröber und lauter umgesetzt. Aber auch das ist Ballett", erklärte die Ballettschul-Leiterin in der Anmoderation. Und in der Tat war da nicht mehr viel vom klassisch-sanften "Schwanensee"-Ballett zu sehen. Im Gegenteil, die Vorführung wirkte wie ein furioser folkloristischer Tanz. Dann war da auch die kleine Fee "Tinkerbell", bekannt aus der Geschichte über "Peter Pan". Die Gruppe der acht- und neunjährigen Mädchen huschte im Feenkostüm über die Bühne - und zeigte nebenbei die heilende Wirkung des Tanzes: "Man kann Ballett auch ärztlich verschrieben bekommen. Ein kleines Mädchen hatte starke Rückenprobleme, da hat ihr Arzt Ballett auf Rezept verschrieben. Umso schöner war es, dass es dem Mädchen auch super gefallen hat - ihre Rückenschmerzen sind weg", erzählte Bialon.

Später ging es wieder ganz klassisch zu: Im blauen Flatterkleidchen tanzten die Mädchen zu klassischer Musik - ein wenig anders als das bisherige Programm, aber nicht minder schön anzusehen. Das andere Extrem waren moderne R'n'B-Klänge, zu denen eine Gruppe älterer Mädchen mit Hockern tanzte. Es waren die Vielfalt und die große Bandbreite, die diese Werkschau zwischen Klassik und Rhythm'n'Blues zu einem gelungenen Abend gemacht haben.

Quelle: RP
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