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Remscheid
Ausstellung zeigt die vielen Gesichter der Stadt Remscheid

Remscheid. Berühmt sind sie nicht und trotzdem stehen sie nun im Mittelpunkt: Rund 180 Remscheider, ganz gewöhnliche Bürger, die mitten unter uns leben, normale Berufe ausüben, Familie und Kinder haben. Das Besondere an ihnen? Jeder von ihnen ist ein Teil unserer Stadt, ein Teil des Ganzen. Sie sind "Humans of Remscheid".

Angelehnt an das Projekt "Humans of New York" haben Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, gemeinsam mit Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck, ein Jahr lang an einem Fotoprojekt gearbeitet: Entstanden ist eine interessante Ansammlung an Portraits von Remscheidern und ihren persönlichen Geschichten. In einer offiziellen Ausstellung wurde das Projekt gestern in der Pausenhalle der Schule der Öffentlichkeit präsentiert.

Ein Jahr lang haben die Schüler immer wieder Menschen auf der Straße angesprochen, sind in Läden, Cafés und Einrichtungen gegangen, haben alte Grundschullehrer besucht, Bürger fotografiert und interviewt. "Wir haben sie zu ihrem Leben gefragt, nach Hobbies und zu ihrer Heimatstadt", erklärte Luisa Wichner. "Dabei haben wir viele interessante Sachen erfahren", berichtet die 16-Jährige.

Getroffen haben sie unteranderem auch einige Remscheider, die längst nicht mehr in der Stadt leben, sich ihrer alten Heimat trotzdem noch verbunden fühlen. Besonders beeindruckt habe sie allerdings der Besuch in einem Tattoo-Studio. "Das war schon ziemlich cool, zu sehen wie der Tätowierer arbeitet. Und dann hat er uns auch noch erzählt, dass er einen Teil seiner Einnahmen ans Tierheim spendet." Das Projekt habe ihnen nicht nur viel Spaß gemacht, betonen Wichner, ihre Schwester Nadja (14) und Mitschüler Daniel Möller (15): "Durch das Projekt haben wir auch eine ganz andere Seite von Remscheid kennengelernt, die sehr interessant ist."

Dass sei auch das Ziel des Projekts, erklärt Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck: "Es soll ein Zusammengehörigkeitsgefühl, eine Art Heimat schaffen. Durch die große Menge an Bildern und Geschichten, bekommt man ein viel objektiveres Bild von der Stadt und seinen Menschen." Viel Vorarbeit musste sie bei den Schülern nicht leisten: "Wir haben lediglich das Konzept vom New Yorker Projekt besprochen, mit Fotoapparat und den gängigen Computerprogrammen können die Schüler heutzutage ja ohnehin schon umgehen." Beendet ist das Projekt mit der Ausstellung aber noch nicht. "Es soll weiter wachsen, zu einem großen Fotoalbum der Stadt", verspricht Lennartz-Lembeck. Einblicke in dieses Fotoalbum gibt es online unter:

www.humansofremscheid.de

(seg)
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