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Remscheid
Awo zeigt sich von neuer Seite

Remscheid. Das mit Lebenshilfe, BAF und den Falken organisierte Sommerfest wird wiederholt. Von Anna Mazzalupi

Ein gemütliches Miteinander steht bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Lennep-Lüttringhausen im Mittelpunkt. Beim ersten Sommerfest, das mit der Lebenshilfe, dem Flüchtlingshilfe-Verein BAF und den Falken auf dem Mollplatz organisiert wurde, präsentierte sich die Awo den Mitgliedern und Nachbarn von einer neuen Seite.

Neben Kaffee, Kuchen, Würstchen und einen netten Plausch, hielten die Falken vor allem für Kindern verschiedene Spiele wie einen Kicker oder ein große Vier-Gewinnt bereit. Clown René zauberte für Jung und Alt bunte Luftballontiere und sorgte so für bunte Farbtupfer in dem regen Treiben. Die Band der Lebenshilfe "Die Lennies" fingen schon eine Stunde vor dem offiziellen Start mit ihrem Programm an. Singer- und Songwriter Henning Hantelmann und Sängerin Mo Mo ließen das Fest musikalisch ausklingen.

"Das Fest ist erschreckend erfolgreich", hielt der Vorsitzende der Awo, Antonio Scarpino, seinen Eindruck fest. Der Verband versteht sich als lebendiger Teil von Lennep und Lüttringhausen und möchte sich und seine Aktivitäten mehr einbringen. Das Ziel: Bis 2020 will der Verband bei allen Generationen Anklang finden und speziell die Jugend und die "jungen Alten" ansprechen.

"Ehrenamt soll mehr sein, als nur Kaffeetrinken - ohne diejenigen abzuwerten, die das Angebot in Anspruch nehmen", erklärt Scarpino. Frischgebackene Ruheständler, die sich aktiv bei den rund 90 Mitgliedern einbringen wollen, würden hier einen Platz finden.

Ein Beispiel dafür sei Christine Enk. Sie ist seit etwa einem Jahr bei der Awo aktiv, arbeitet aber auch ehrenamtlich im Secondhand-Laden der Stiftung Tannenhof. Enk war eine der Teilnehmerinnen der Diskussion zu Thema "Der Wert des Ehrenamts", die ebenfalls Teil des Sommerfestprogramms war. Denn auch das gehört zum neuen Gesicht der Awo. "Wir wollen uns künftig stärker in sozialpolitische Diskussionen einbringen und politische Akzente setzen", betont Scarpino.

Zu den Diskussionsteilnehmern zählte unter anderem auch Karin Lenhard-Moyzyczy von der Lebenshilfe, bei der sie seit 2003 ehrenamtlich aktiv ist. Wie Enk ist sie der Meinung, dass das Ehrenamt mehr junge Menschen brauche. "Man muss Mensch sein", nannte sie die Voraussetzung dafür.

Das Fest soll im kommenden Jahr wiederholt werden. Besucher Ingo Korfmann begrüßt die Idee. "Ich finde gut, dass man so etwas macht", sagte er. Dann hoffentlich auch mit Gästen aus allen Generationen. Dafür arbeitet die Awo nicht nur mit der Lebenshilfe und der BAF zusammen, sondern auch mit der soziokulturellen Einrichtung "Die Welle", was Scarpino als "Lenneper Kleeblatt" bezeichnet. "Wir wollen das Tor zur Altstadt werden", beschreibt er den Plan.

Quelle: RP
 
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