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Remscheid
Badesaison war mäßig - Hoffnung auf goldenen Herbst an der Kräwi

Remscheid: Badesaison war mäßig - Hoffnung auf goldenen Herbst an der Kräwi
Für Wassersportler ist die Freizeitanlage ein idealer Anlaufpunkt. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Die Schönwetterperiode der letzten Wochen konnte die Badesaison an der Kräwi nicht retten. Genau wie das Freibad Eschbachtal und die Außengastronomie litt das Naherholungsgebiet an der Wuppersperre unter zu vielen Regentagen und kühlen Temperaturen, gerade in der Zeit der Sommer-Schulferien.

So setzt die Arbeit Remscheid gGmbH als Betreiberin der Freizeitanlage auf den goldenen Herbst. "Wir werden bis mindestens Ende Oktober geöffnet haben - an sieben Tagen die Woche, es sei denn, es regnet Bindfäden", sagt Ralf Barsties, Geschäftsführer des gemeinnützigen Trägers für Beschäftigungsförderung und Qualifizierung, gegenüber der BM. Eine genaue Besucherzahl habe man in diesem Jahr nicht ermittelt. "Im Vergleich mit dem Vorjahr waren die Zahlen aber eher bescheiden", resümiert er.

Für die Arbeit Remscheid geht damit die zweite Saison an der Kräwinklerbrücke zu Ende. Im letzten Jahr waren die Mitarbeiter zum ersten Mal mit dem Betrieb der Anlage mit Kiosk, Bootsverleih und Pflege des Wassersport- und Freizeitparks betraut. Dazu wurde mit der Stadt Remscheid ein Pachtvertrag abgeschlossen. Zuvor hatten zwei andere Pächter vergeblich versucht, den Betrieb wirtschaftlich zu gestalten. Nach Abschluss der Saison möchte Barsties mit der Stadtverwaltung und dem Wupperverband als Eigentümer der Wupper-Talsperre Bilanz ziehen. Er hat einige Ideen, um das Angebot zu erweitern. Denn der Erholungswert der Anlage sei unbestritten. Es müsse nur gelingen, Aktivitäten zu schaffen, die ein bisschen unabhängiger vom Badewetter seien. "Es gibt viele Gründe dafür, das Freizeitangebot an der Kräwi auszubauen. Ich sehe viel Potenzial, aber bestimmte Dinge muss man verändern", ist er überzeugt.

Als gemeinnütziger Träger ginge es für die Arbeit Remscheid nicht um Gewinnoptimierung. Dennoch müsse man schwarze Zahlen schreiben. Doch immerhin werden durch den Betrieb der Freizeitanlage Arbeitsplätze geschaffen. Zwei festangestellte Mitarbeiter und drei Teilzeitbeschäftigte, die aus dem Bundesprojekt "Soziale Teilhabe" finanziert werden, kümmern sich um Instandsetzungen, Reparaturen, um den Bootsverleih, weitere Wassersportmöglichkeiten und ganz entscheidend um den Imbiss. Dazu hat Arbeit Remscheid investiert und etwa die Parkplatzsituation mit einer schlecht funktionierenden Schrankenanlage, über die sich viele Besucher beklagt hatten, verbessert. Auch sechs Ein-Euro-Jobber werden hier eingesetzt und nutzen die Möglichkeiten, im Arbeitsmarkt wieder Tritt zu fassen. "In der ersten Saison haben wir Strukturen aufgebaut, von denen wir jetzt profitieren. Daran muss man anknüpfen", sagt der Arbeit Remscheid Geschäftsführer.

Insofern geht er fest davon aus, dass die Gesellschaft den Betrieb an der Kräwi bis mindestens Ende 2017 übernimmt.

(bona)
 
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