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Remscheid
Bahnlärm? Bürger können sich melden

Remscheid: Bahnlärm? Bürger können sich melden
Jährlich über 30 000 Zugbewegungen gibt es in Remscheid. FOTO: BM-ArchivFoto
Remscheid. Eisenbahnbundesamt hat eine bundesweite Online-Umfrage gestartet - Remscheider sind aufgerufen.

Die Züge des Betreibers Abellio sind modern, der Fahrtakt der S 7 nicht sehr dicht, aber die Bahn rauscht teilweise mitten durch die Stadt wie an der Kremenholler Straße und in Kippshütte oder über die Müngstener Brücke mit weitreichender Schallwirkung. Und vielleicht gibt es eines Tages doch mehr Bahnverkehr und bessere Anbindungen an die Rheinschiene, wie es wiederholt gefordert wird - und damit eine größere Geräuschkulisse.

Ob und wie sich die Anlieger der Schienenstrecke von den Bahnlärm gestört fühlen oder regelrecht darunter leiden, soll jetzt bundesweit ermittelt werden. Auch Remscheider sind aufgerufen, sich an einer Umfrage zu beteiligen. Noch bis zum 30. Juni können Bürger ihre Meinung kundtun.

Zum Hintergrund: Seit dem Januar ist das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) dafür zuständig, einen bundesweiten Lärmaktionsplan für die Haupteisenbahnstrecken des Bundes aufzustellen. Dazu hat sie diese Umfrage organisiert. So möchte sich die Behörde einen Überblick verschaffen, wo Lärmprobleme auftreten und um welche Probleme des Eisenbahnlärms es sich genau handelt.

Bisher hat die Behörde die Lärmbelastung, die von Schienenwegen mit mehr als 30 000 Zugbewegungen pro Jahr ausgeht, berechnet und in Lärmkarten dargestellt. Auch in Remscheid besteht eine Schienenverbindung, die mit mehr als 30 000 Zügen pro Jahr lärmrelevant ist und in der Lärmaktionsplanung berücksichtigt wird, heißt es.

So sehen die Flüsterbremsen der Bahn aus FOTO: dpa, obe lre

Die Umfrage-Ergebnisse sollen ausgewertet werden und gemeinsam mit der wissenschaftlich ermittelten Lärmkarte die Basis für politische Entscheidungen liefern, wo welche Maßnahmen gegen Lärm notwendig sind und langfristig umgesetzt werden sollten, sagt Heike Schmidt, Pressesprecherin beim Eisenbahnbundesamt. "Es freiwillige Maßnahmen des Bundes." Allerdings werde es nicht möglich sein, von Bürgern vorgeschlagene Maßnahmen zur Lärmminderung im Detail und vor allem zeitnah zu berücksichtigen, so Schmidt.

Teilnahme an der Umfrage im Internet unter: "https://www.laermaktionsplanung-schiene.de"

(pd)
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