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Remscheid
Bakterien lassen Kastanien sterben

Remscheid: Bakterien lassen Kastanien sterben
Bakterien machen Kastanien krank. FOTO: Körschgen, Jürgen (jko)
Remscheid. Bekannt sind sie bereits seit Anfang des Jahrtausends - doch ein wirksames Mittel gegen die Bakterien aus der Gattung "Pseudomonas" ist noch immer nicht gefunden. Von Henning Röser

Auch in Remscheid ist der Erreger auf dem Vormarsch, wie Markus Berger, der neue Baumschutzbeauftragte der Stadt, gestern im Landschaftsbeirat der Stadt berichtete.

Einige Bäume hat Berger bereits fällen lassen müssen, weil sie nicht mehr zu retten waren und in der durch das Bakterium geschwächten Form eine Gefahr darstellten. Offenkundiges Kennzeichen einer Erkrankung sind rostrote "Blutflecken" auf der Baumrinde sowie eine ausgedünnte Krone. Die Schwächung durch das Bakterium öffnet auch andere Erregern den Weg unter die Rinde.

Wenn der Baumschutzexperte von Anwohner gerufen wird, ist der Verfall oft schon weit fortgerschritten. Auf einer Tagung, die Berger unlängst für die Stadt besuchte, hat ein Experte den Kommunen daher geraten, gar keine Kastanien mehr zu pflanzen. Ohne Mittel gegen Pseudomonas habe die Gattung keine Zukunft.

In seinem Vortrag plädierte Berger für die Beibehaltung der Baumschutzsatzung in Remscheid. Sie sichere, dass Bäume nicht leichfertig und ohne Kontrolle gefällt werden können. In der Nachbarstadt Wuppertal, die seit 2006 ihre Bäume nicht mehr per Satzung schützt, gebe es einige Beispiele, wo Bürger störende Bäume rigoros abgeholzt hätten.

Quelle: RP
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