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Remscheid
Bands ließen Fans nicht im Regen stehen

Remscheid. Trotz kühlen Wetters sorgten vier Bands beim Löwenfestival auf dem Schützenplatz für Stimmung. Von Hagen Thiele

Während es im vergangenen Jahr beim Auftakt des Löwenfestivals auf dem Schützenplatz fast schon zu heiß war, hatte die Musikreihe in diesem Jahr mit schlechtem Wetter zu kämpfen. Egal ob am Freitag zum Auftakt bei "iXTRA-Live" oder samstags bei "Optical Disaster", kurze Schauer drohten immer, und es war frisch. So überraschten die recht wenigen Zuschauer leider kaum. Der Stimmung tat es jedoch kaum einen Abbruch. Die Besucher hatten Spaß.

Groove wurde am Freitag bei "iXTRA-Live" live groß geschrieben. Mit sattem Sound weckten Bassist Jörg Kröck und Schlagzeuger Stephan Jung-König bei den Besuchern rasch den Bewegungsdrang. Mit dem Fuß wippen oder mit dem Kopf im Takt nicken ging schon fast wie von selbst. Das rhythmische Grundgerüst bildete die Basis für Johann Kasts feine Gitarrenarbeit. Vor allem bei den Soli bewies der Musiker seine Klasse: Sein Instrument kreischte und sägte - eine Freude für jeden Fan einer Rock-Gitarre. Sänger Sebastian Rehbold gab sich stilistisch sehr variabel, alle Töne saßen. Darüber hinaus stach der Vollblutmusiker mit seiner großartigen Bühnenpräsenz hervor. Seinem Spitznamen "Doc Rock" machte er alle Ehre. Mit augenzwinkernden Ansagen und einer Extraportion Energie sowie Leidenschaft steckte seine gute Laune schnell an. Es dauerte nur einige Lieder, bis das Eis gebrochen war und das Publikum mitmachte - auch, wenn nur etwa ein Drittel des Platzes gefüllt war. Energie setzte auch das Cover von Melissa Etheridges Hit "Like the way I do" frei, bei dem Sängerin Jasmin Strich ihr Können bewies. "Mir hat das Stück am besten gefallen", meinte Johanna Schinkel. Die 21-jährige Remscheiderin war mit Freundinnen auf der Kirmes und wusste vorab gar nichts von dem Konzert. Umso positiver war sie überrascht.

Vom Regenguss kurz vor ihrem Auftritt ließen sich auch die Remscheider von "Optical Disaster" nicht einschüchtern und legten mit jeder Menge guter Laune einen gelungenen Auftritt hin. Allen voran Sängerin Pia und Gitarrist Frank stachen mit ihren Leistungen heraus. Die gebürtige Österreicherin vermochte sowohl sanfte Klänge anzustimmen, als auch in bester Rock-Röhren-Manier richtig kräftig zu schmettern. Der erfahrene Gitarrist setzte nicht nur an seinem Instrument Ausrufezeichen, sondern wagte zahlreiche Abstecher hinunter ins Publikum. Für den Sonntag standen noch die Nachwuchsmusiker von Acoustic Arts und Almost Blue auf dem Plan, die Blues, Soul und Pop spielten.

Quelle: RP
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