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Remscheid
Barmag baut kleines Kraftwerk

Die Anlage auf dem Firmengelände könnte 1500 Haushalten Strom liefern.

Nach einer rund siebenmonatigen Planungs- und Bauphase nahm der Remscheider Maschinen- und Anlagenbauer Oerlikon Barmag sein neues Blockheizkraftwerk (BHKW) in Betrieb. Damit wird das Gelände an der Leverkuser Straße fortan mit Energie aus innovativer Technologie versorgt, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

"Die Inbetriebnahme unseres neuen Blockheizkraftwerks ist ein weiterer, wichtiger Schritt in Richtung zukunftsfähige Energieerzeugung", sagte Barmag-Geschäftsführer Georg Stausberg. Mit der gleichzeitigen Lieferung von Strom und Wärme schafft das BHKW einen Wirkungsgrad von nahezu 90 Prozent. Demgegenüber stehen her-kömmliche Kraftwerke mit nur 38 Prozent. Das Konzept basiert auf der Kopplung von Strom- und Wärmeerzeugung. Mit Hilfe eines gasbetriebenen Verbrennungsmotors wird ein 10-kV-Generator angetrieben. Die durch den Gasmotor erzeugte Bewegungsenergie wandelt der Generator in Strom um. Die Abwärme des Motors wird nicht in die Umwelt abgegeben, sondern direkt am Ort der Entstehung ins Fernwärmenetz des IDC Barmag-Geländes eingespeist.

Die maximale Leistung der BHKW-Anlage beträgt 1.2 MW elektrisch und ca. 1,22 MW thermisch. Bei einer geschätzten jährlichen Betriebsdauer von 5.350 Stunden werden so 6.420 MWh Strom und ca. 6.530 MWh Heizwärme erzeugt.

"Dies entspricht laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaf dem durchschnittlichen Stromverbrauch von mehr als 1.500 Haushalten", erläuterte Bernhard Albers. Konzeption und Errichtung der Anlage übernahm der Partner Gelsenwasser AG, der das BHKW an Oerlikon Barmag verpachtet. Ebenso übernimmt der Spezialist für dezentrale Energieerzeugung die Betriebsführung der Anlage und deren Wartung für die kommenden zehn Jahre, teilt das Unternehmen mit.

Der Energieversorger aus dem Ruhrgebiet bringt jahrelange Erfahrung in der Entwicklung innovativer, dezentraler Energie-konzepte mit.

"Aus unserer Sicht war die Herausforderung die extrem kurze Umsetzungszeit von sieben Monaten für das Gesamtprojek," sagte Projektleiter Hendrik Baschek.

Dass bei dem Projekt alle an einem Strang gezogen haben bestätigte auch Peter Prautsch, der mit seinem Real Estate-Team die kurzfristige Umsetzung erst möglich machte.

(BM)
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