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Remscheid
Bauantrag für "Hertie-Gebäude" gestellt

Remscheid: Bauantrag für "Hertie-Gebäude" gestellt
Dieser Entwurf des Kölner Architekturbüros Fischer+Fischer zeigt das Baudenkmal des ehemaligen Hertie-Gebäudes mit dem neuen Anbau, der sich optisch besser an den Altbau anpasst, und einem Turm (r.). FOTO: Ten Brinke Projektentwicklung
Remscheid. Investor Ten Brinke hofft, im Herbst mit Abriss des alten Anbaus beginnen zu können. Ankermieter sind Edeka und Aldi. Von Solveig Pudelski

Noch liegt das ehemalige Hertie-Gebäude in Lennep brach. Doch hinter den Kulissen wird an der Vorbereitung zum Umbau und Neubau gearbeitet. Gestern reichte der Investor, die Ten Brinke Gruppe, bei der Stadt Remscheid den Bauantrag ein. "Wir hoffen, dass wir im Herbst mit den Arbeiten starten können", gibt sich Christian Braun, der als Projektleiter bei Ten Brinke für dieses Objekt zuständig ist, optimistisch. Ein Jahr später könnte bereits die Eröffnung sein.

Fest stehen die beiden Ankermieter: Edeka und Aldi, der rund 1000 Quadratmeter im neuen Anbau beziehen soll. Für die oberen Etagen werden noch Mieter gesucht - aus dem Dienstleistungs- und Bürobereich. Auch Wohnen sei denkbar. Aber der Umbau der ehemaligen Mitarbeiterräume zu schicken Lofts sei eine Frage der Wirtschaftlichkeit. "Und die Leute wollen einen Aufzug haben", stellt Braun fest.

Das denkmalgeschützte Gebäude am Tor zum historischen Stadtkern steht seit sieben Jahren leer. Es wird in seiner Gestalt erhalten bleiben. "Es laufen viele Absprachen mit der Unteren Denkmalbehörde", berichtet Braun. Die Arkaden an der Wupperstraße/Ecke Kölner Straße werden zurückgebaut - mit diesem Detail wird sogar der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt. Über die Farbgebung werde noch gesprochen.

Kahl wird die Fassade nicht bleiben, "Außenwerbung muss es geben", sagt Braun. Wie, sei noch zu klären. Der Anbau an der Kölner Straße wird abgerissen, sobald der Bauantrag genehmigt ist. An gleicher Stelle wird ein neuer Anbau mit Parkdeck - mit 149 Stellplätzen - errichtet, das über einen Rollsteig bequem zu erreichen ist. An diesem Punkt musste der Investor nachjustieren: Weil es Widerstände gegen den Verkauf eines Streifens vom Bürgersteig gab, wird der Rollsteig nun nach hinten versetzt. Der Weg bis zur Baugenehmigung sei ein Prozess laufender Abstimmungen, so Braun. Die Gespräche mit der Stadt bezeichnet er als konstruktiv. "Die großen Knackpunkte sind abgestimmt", resümiert der Projektleiter. Noch seien einige Details zu klären. So werde die Gestaltung des Wegs von der Kölner Straße zum Hardtpark abgestimmt. Auf den Erhalt dieser Fußgängerverbindung, die viele Menschen als Abkürzung nutzen, haben die Lenneper sehr viel Wert gelegt.

Weil das Bauprojekt direkt neben dem sensiblen Bereich Hardtpark liegt, gab es auch hier Änderungen. Damit eine alte Buche in Nähe des Anbaus, die ursprünglich gefällt werden sollte, erhalten bleiben kann, rückt man nun das Gebäude rund vier Meter vom Baum weg.

Das Wohn- und Geschäftshaus an der Kölner Straße oberhalb der Rampe, in dem sich ein türkischer Imbiss befindet, hat der Investor erworben, weil er dieses Grundstück für die Realisierung des Bauprojekts benötigt.

Quelle: RP
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