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Remscheid
Bauarbeiten in Burg starten in heiße Phase

Remscheid. Seit gestern gibt es in Unterburg kein Durchkommen mehr. Im Ort wird die Mühlendamm-Brücke abgerissen. Von Martin Oberpriller

Die Bauarbeiter hatten alle Hände voll zu tun - doch trotz des Zeitdrucks ließen sich die Männer nicht aus dem Rhythmus bringen. Immer wieder schaufelte der Baggerführer am nördlichen Ortsausgang von Unterburg mit seinem schweren Gerät große Ladungen heißen Asphalts auf die Zufahrten der kleinen Behelfsbrücke, die seine Kollegen dann umgehend mit Schippen auf dem provisorischen Bauwerk über den Eschbach verteilten.

Es waren die letzten Handgriffe, ehe die Arbeiten für einen verbesserten Hochwasserschutz in Unterburg seit gestern in eine erste entscheidende Phase gehen. Pünktlich um 6.30 Uhr trat eine zwölftägige Vollsperrung der Eschbachstraße in Kraft. Bis einschließlich 29. Juli werden unter anderem erste Abschnitte der Ufermauer am Eschbach erneuert. Und die alte, längst baufällige Mühlendamm-Brücke wird abgerissen, um einem Neubau Platz zu machen.

Damit die Bewohner der Straße Mühlendamm auch während der Bauarbeiten zu ihren Häusern kommen sowie städtische Fahrzeuge die Baustelle erreichen, wurde in den zurückliegenden Wochen die erwähnte Behelfsbrücke aufgebaut. Für andere Autofahrer gibt es seit gestern in Unterburg vom Ortskern bis zum Burger Bahnhof jedoch kein Durchkommen mehr. So muss beispielsweise der Verkehr von Solingen nach Oberburg sowie Wermelskirchen weiträumig über Müngsten umgeleitet werden.

Entsprechende Verkehrsschilder weisen bereits seit Ende Juni - als Unterburg schon einmal für einen Tag "dicht" war - auf die Umleitungen hin. Und seit gestern sind darüber hinaus zusätzliche Barrieren und Schilder ab Krahenhöhe an allen Einmündungen zur Burger Landstraße die Autofahrer vor der Vollsperrung im Ort "vorwarnen". "Die Zufahrt nach Unterburg ist aber immer frei. Die Parkplätze an der Seilbahn, an der Wupperinsel und an der Hasencleverstraße können genutzt werden", hieß es jetzt einmal mehr aus dem Solinger Rathaus.

Tatsächlich sind die Maßnahmen nötig, da auf die Bauarbeiter bis zum Ende der Sperrung am Freitag, 29. Juli, ein eng getakteter Zeitplan wartet. In einem ersten Schritt sollen an der Eschbachstraße zunächst Versorgungsleitungen verlegt werden. Danach wird die alte Ufermauer auf der Mühlendamm-Seite durch eine neue durchgehende Bohrpfahlwand ersetzt, die in Teilen bereits jetzt an einigen Häusern zu sehen ist.

Und weiter gilt es, im Bett des Eschbachs eine Plattform zu verankern, von der aus später unter anderem die neue Mühlendamm-Brücke errichtet wird.

All diese Schritte sollen dafür sorgen, dass am Eschbach nach rund 30-jähriger "Anlaufzeit" ein besserer Hochwasserschutz gewährleistet ist. In der Vergangenheit trat der Eschbach immer mal wieder kräftig über die Ufer. So wurde Unterburg beispielsweise 2007 innerhalb weniger Stunden fast vollständig überflutet.

Video von den Bauarbeiten unter www.rp-online.de/solingen

Quelle: RP
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