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Remscheid
Baudezernent lobt Allee-Gutachter

Remscheid: Baudezernent lobt Allee-Gutachter
Peter Heinze lobt die Vorschläge des Stadtentwicklers. FOTO: Moll (Archiv)
Remscheid. Peter Heinze will Vorschläge von Stadtentwickler Edgar Neufeld genau prüfen. Von Henning Röser

Das von der Immobilien- und Standortgesellschaft (ISG) Alleestraße beauftragte Konzept für die Belebung der Alleestraße, das der Bochumer Stadtentwickler Edgar Neufeld wie berichtet vor einigen Tagen in Remscheid vorgestellt hat, stößt beim neuen Baudezernenten Peter Heinze auf eine positive Resonanz.

"Das gefällt mir", sagte Heinze im Gespräch mit der Bergischen Morgenpost zu der Idee von Neufeld, die Allee in drei Viertel mit verschiedenen Namen und Funktionen (Rathausviertel, Theaterviertel, Marktviertel) aufzugliedern. Das stärke die Identifikation der Remscheider mit der Alleestraße.

Bei einem Treffen in dieser Woche in Remscheid tauschten Heinze und Neufeld sich auch intensiv über die Vorschläge für die Ansiedlung neuer Geschäfte auf der Allee aus. "Herr Neufeld ist ein absoluter Fachmann", betonte Heinze. Die Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung würden nun gezielt die Besitzer von Immobilien an der Alleestraße ansprechen und auf Wunsch den Kontakt zu Neufeld herstellen. Der ist nämlich nicht nur Experte für die Revitalisierung von Innenstädten, sondern gleichzeitig auch Immobilienkaufmann.

Heinze teilt die Ansicht von Neufeld, dass an manchen Stellen auf der Allee auch "Abriss und Neubau" eine Lösung sein können, um Immobilien zu entwickeln, die für moderne Einzelhandels-Konzepte wieder interessant werden.

Die vielen von der Stadt geplanten Projekte im Zuge des vom Land finanziell geförderten Revitalisierungsprozesses für die Innenstadt seien nur "flankierende Maßnahmen", betont der Baudezernent. Es reiche deswegen nicht aus, "wenn wir als Stadt da drei Bäume aufstellen", formuliert Heinze bewusst zugespitzt. Die eigentliche Erneuerung müsse von den Eigentümern kommen. In diesem Prozess habe die Immobilien- und Standortgesellschaft mit der Beauftragung Neufelds einen wichtigen Impuls gesetzt. Weitere Treffen wurden verabredet, man wird in Kontakt bleiben.

Vorsichtiger formuliert Heinze beim Thema Pavillons auf der Allee. Die hat Edgar Neufeld in seiner Analyse der Ist-Situation als "Frequenzblocker" identifiziert, die die Allee zerschneiden, zudem die Vermietungschancen der in ihrem Schatten liegenden Objekte stark mindern.

Das seien gewichtige Argumente, sagt Heinze. In die Waagschale bei der Entscheidung über die Zukunft der drei Gebäude-Würfel gehöre aber auch die Funktion als "Wind-Stopper" auf der Allee. Unter anderem darum seien sie ja vor Jahren gebaut worden. Würden sie abgebaut, stelle sich auch die Frage des Wertverlustes. Gleichwohl gebe es von der Stadt zum jetzigen Zeitpunkt "keine kategorische Ablehnung" für den Abriss der Pavillons. Man werde das Für und Wider nun genau prüfen.

Quelle: RP
 
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