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Remscheid
Baustart an L 74 – mit Parknot

Remscheid. Müngsten Eigentlich freut sich Josef Neumann, Geschäftsführer der Solinger Lebenshilfe, schon auf Pfingsten. Am Wochenende 22. und 23. Mai wird nach fast einem Jahr Bauzeit pünktlich zum Brückenzauber die neue Gastronomie im Haus Müngsten ihre Türen öffnen. Neumann rechnet mit noch mehr Besuchern als sonst beim Volksfest unter der Müngstener Brücke. Von Martin Oberpriller

Allerdings macht er sich jetzt Sorgen. Straßen NRW kündigte in dieser Woche an, ab Montag und bis November die Kreuzung am Ende der L 74, direkt vor dem Park, umzubauen. Für das 1,2-Millionen-Projekt soll auch der Wanderparkplatz an der Landstraße gesperrt werden Für Neumann ist klar, dass die Parkplatznot zum Brückenzauber noch ein bisschen heftiger als sonst ausfallen wird. 50 Stellflächen fallen weg. Ob zu Pfingsten, wie bislang üblich, die L 74 selbst zu einer provisorischen Parkfläche umgewidmet werden kann, steht nicht fest. "Das muss man im Detail prüfen, wenn die Baustelle da ist", erklärte Johannes Szmais von Straßen NRW.

Also eine eher kurzfristige Entscheidung, die an die Geschwindigkeit erinnert, mit der auch die Baustelle angekündigt wurde. Nachdem eine Ampelanlage an der Kreuzung L 74 / B 229 wegen der Unfallhäufigkeit dort bereits länger im Gespräch war und die Wählergemeinschaft W.i.R. über Monate für einen Kreisverkehr stritt, ging nun alles ganz schnell. Erst vor zwei Wochen fand ein ersten Info-Treffen von Straßen NRW mit der Stadt Solingen sowie der Bergischen Entwicklungsagentur (BEA) statt, die den Brückenpark vermarktet. BEA-Sprecherin Christiane ten Eicken hofft zwar, dass die 150 Parkplätze auf der großen Parkfläche direkt gegenüber dem Wanderparkplatz an Pfingsten ausreichen. Doch Lebenshilfe-Chef Neumann hätte sich schon gewünscht, man hätte sich besser auf die neue Situation einstellen können Er hofft nun, dass die "prima Bus-Angebote" von den Gästen genutzt werden.

Sauer ist man hingegen bei den Kanuten, die den bald gesperrten Wanderparkplatz bislang stets nutzten, um dort ihre Boote zu Wasser zu lassen. Thomas Becker, Wupper-Beauftragter der NRW-Kanu-Sportler, sagte, er sei vorab nicht von Straßen NRW informiert worden.

Quelle: RP
 
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