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Remscheid
Baustelle Kreuzung Trecknase - "Operation am offenen Herzen"

Remscheid: Baustelle Kreuzung Trecknase - "Operation am offenen Herzen"
Stau-Kreuzung Trecknase - es könnte schlimmer werden. FOTO: Moll
Remscheid. Von einer "Operation am offenen Herzen" spricht Michael Zirngiebl, Leiter der Technischen Betriebe Remscheid (TBR), beim anstehenden Ausbau der Kreuzung Trecknase. Da ist es nur folgerichtig, dass zur Ableitung des Verkehrs in Richtung Wermelskirchen ein "Bypass" von der Lenneper Straße über den Industriehof zur Borner Straße gelegt werden soll. Im nächsten Jahr soll Baustart sein, die Ausschreibungen laufen und mit einer Bauzeit von 15 Monaten, die in zwei Phasen über die Bühne gehen sollen, wird gerechnet. Wenn alles gut läuft, soll das Projekt im Frühsommer 2018 beendet sein.

Grundsätzlich versuchen Bauleiter und Verkehrsplaner der TBR, die Kreuzung so gut es geht vom Durchgangsverkehr zu entlasten. "Es wird eine Art Kreisverkehr geben, in dem die Abbiegebeziehungen abgewickelt werden", erläuterte Zirngiebl in der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep. Soll heißen: Es wird dafür gesorgt, dass der Verkehr fließt. Daher sollen möglichst nur wenige zusätzliche Ampeln zum Einsatz kommen. Die großräumige Umleitung über die Wupper- und Kölner Straße aus Fahrtrichtung Radevormwald bzw. Lüttringhausen, wie sie sich während der Sanierung der Ringstraße bewährt hat, soll auch beim Umbau Trecknase eingerichtet werden. "Das bedeutet zwar eine erneute Belastung für die Anlieger. Die Alternative hieße aber eine Bauzeit von zwei Jahren", sagte der TBR-Chef.

Weil aufgrund von Sperrungen an der Alten Trecknase die Fahrzeuge aus Richtung Bergisch Born zunächst eine Schleife über den Kreisverkehr drehen müssen, um zum Tenter Weg bzw. zur Siedlung Grenzwall zu gelangen, schlug Roland Kirchner (W.i.R.) vor, den gerade neu asphaltierten Handelsweg als Verkehrsweg zu öffnen. Dazu müsste die derzeit geltende Einbahnstraßenregelung umgedreht werden, so dass man von der Borner Straße in den Handelsweg einfahren und von dort den Tenter Weg erreichen könnte. Michael Zirngiebl versprach, diese Idee zu prüfen. Es sei davon auszugehen, dass Ortskundige den für sie schnellsten Weg nutzen würden. Dies sei auch in Ordnung, nur dürften diese Wegebeziehungen nicht offiziell ausgeschildert werden. So werde sicherlich die Anschlussstelle Remscheid genutzt werden, um über die A1 und sodann die Ausfahrt Blume nach Lennep bzw. Lüttringhausen zu kommen. "Als Umleitung dürfen wir diesen Weg aber nicht ausweisen", erläuterte er. Klaus Kreutzer als Vorsitzender des örtlichen Einzelhandelsverbandes drängte auf eine Information der Anwohner und Gewerbetreibenden.

(bona)
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