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Reden wir über Lennep
Baustellen gefährden Lenneps Glanz

Reden wir über Lennep: Baustellen gefährden Lenneps Glanz
"Lennep hat was", zitiert Thomas O. Schmittkamp im Gespräch mit BM-Redakteurin Sólveig Pudelski im Rotationscafé den bekannten Werbe- Slogan für die Röntgenstadt. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Remscheid. Thomas O. Schmittkamp, Vorsitzender von Lennep Offensiv, spricht von einer schwierigen Zwischenphase vor dem DOC-Bau und Hertie-Umbau. Von beiden Projekten werde Lennep später profitieren. Von der Stadt erwarte er eine gute Begleitung. Von Solveig Pudelski

Das Shoppingdorf des Investors McArthur Glen und Lennep können voneinander profitieren, davon ist Thomas O. Schmittkamp, Vorsitzende von Lennep Offensiv, überzeugt. Denn mit dem historischen Stadtkern habe die Röntgenstadt ein Juwel zu bieten, dort wehe "das Gefühl von Jahrhunderten" durch die Gassen. "Wir sind ja keine bedingungslosen Befürworter des DOC, aber wir begreifen es als Riesenchance für den Standort", sagt der Wahl-Lenneper, der den über 400 Mitglieder starken Verein vertritt.

Bis das große "Verkaufs-Raumschiff" jedoch vor den Toren der Altstadt steht, sei die Röntgenstadt in einer Zwischenphase, die nicht einfach werde. Schmittkamp an die Adresse der Verwaltung: "Wichtig wäre, dass die Stadt ihre Schritte unternimmt und beispielsweise der Hertie-Umbau zügig beginnt." Dass der zum Schandfleck verkommene Prachtbau wieder zu einem Frequenzbringer werde. Auch um Festplatzersatz müsse sich die Stadtverwaltung kümmern.

"Mit Klagen gegen das Designer Outlet Center rechne ich", sagt der Rechtsanwalt. Auch wenn diese das Vorhaben wahrscheinlich nicht aushebeln werden, so könnten sie aber den Zeitplan - Eröffnung des Outlet-Centers 2017 - ins Wanken bringen. "Ich hoffe, dass der Investor bei der Stange bleibt", sagt Schmittkamp.

Zum anderen kommen auf Lennep Großbaustellen zu - Umbau der beiden Kreuzungen, Bau des DOC-Parkhauses auf dem Kirmesplatz und des Einkaufsdorfes im Bereich des Röntgen-Stadions, Jahnplatzes und der katholischen Grundschule. "Da fallen viele Parkplätze weg", resümiert der Vorsitzende des Vereins, in dem viele Einzelhändler Mitglied sind.

Um so erleichterter sei man, dass dem Besitzer und Betreiber der sanierten Parkpalette Bergstraße, "Besser Parken", Gespräche über eine Rückvergütung der Parkgebühren an Lenneper Kunden (nach dem Sanifair-Prinzip der BAB-Raststätten) zu gewähren - ein wichtiger Service, um die Kundschaft zu halten. Neben der Qualität des Einzelhandels sei ausreichender Parkraum extrem wichtig. Ein Plus sei, dass "Besser Parken" Vereinsmitglied ist. Auch McArthur Glen möchte Schmittkamp mit ins Boot holen - als Mitglied, das sich finanziell für den Stadtteil engagiert. Außerdem könne man "von einem weltweit agierenden Marketingprofi nur lernen". Großen Wert lege der Verein auf eine gute Beschilderung mit Hinweisen zu Museen, Altstadt sowie ein gut aufgestelltes Touristenbüro, damit möglichst viele Auswärtige durch Lennep bummeln. "Ich gehe davon aus, dass es mehr als 30 Prozent sein werden".

Geld aus verschiedenen Quellen werde zum Beispiel dringend für die Kirchturmbeleuchtung benötigt. Wie berichtet, muss sie durch einen Fachbetrieb saniert werden. Um die Spendenakquise weiter anzukurbeln, organisiert der Verein für den 20. November das Lenneper Lichterfest mit Late-Night-Shopping, bei dem die Gassen stimmungsvoll illuminiert werden. Auch wenn es Lücken im Lichternetz gibt, werde der "Zwiebelturm" wieder in der Advents- und Weihnachtszeit leuchten.

Thomas Schmittkamp gibt sich sicher, dass Wünsche und Forderungen des Vereins nicht ungehört verhallen. "Wir haben eine Stimme in der Stadt, die ernst genommen wird."

Quelle: RP
 
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