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Remscheid
"Beatify" rockten das Löwenfestival

Remscheid. Mit sattem Sound und einem stimmlich sehr variablen Gesangs-Duo überzeugte die Band auf dem Rathausplatz. Von Hagen Thiele

Mit starkem Gesang und einer gehörigen Portion Groove kämpfte sich die Gruppe "Beatify" am Donnerstagabend in die Herzen der Besucher des Löwenfestivals. Zunächst litt die Veranstaltung unter dem Dauerregen des Vormittags. Doch pünktlich zum Auftritt der Band zeigte sich die Sonne. Der Platz füllte sich und die Party konnte beginnen.

"Das muss nicht schön klingen, aber laut soll es sein", forderte Sängerin Kerstin Kagel scherzhaft, als der zunächst überschaubar gefüllte Rathausplatz ihr bei "We are family" nicht laut genug mitsang.

Doch mit jedem Stück strömten weitere Besucher vor die Bühne und die Stimmung wurde ausgelassener. Das Rezept des flotten Gute-Laune-Pop-Rocks, garniert mit sattem Sound und einem stimmlich sehr variablem Duo bestehend aus Christian Hause und Kerstin Kagel, ging auf.

Familien genossen die gemeinsame Urlaubszeit bei diesem Konzert zum Wohlfühlen. Während die jüngsten Gäste zu den knackigen Beats umher tobten, hielten sich die Eltern innig in den Armen und Teens sangen verträumt ihre Lieblingslieder mit.

Dazu gehörten so unterschiedliche Songs wie "Celebration" oder auch "Rolling on the River". Die stilistische Bandbreite war enorm. Die größten Publikumsreaktionen rief die Gruppe allerdings erst hervor, als sie im zweiten Set einen deutschsprachigen Abschnitt einleitete, der mit enormer Hit-Dichte bestach.

Der Ärzte-Song "Westerland", Andreas Bouranis Erfolgshymne "Auf uns" und der Hit "Tage wie diese" von den Toten Hosen sorgten auf dem Rathausplatz für kollektive Freude und lautes Mitsingen der Besucher.

Dass die große Spannweite der Songs, die "Beatify" am Donnerstag auf dem Rathausplatz spielten, qualitativ überzeugte, lag nicht nur an den variablen Stimmen des Gesangsduos, sondern auch an der Leistung der Instrumentalisten.

Dirk Mies traf mit seiner Gitarrenarbeit an diesem Abend immer die jeweilige Stimmung der Stücke und wusste zudem auch mit seinen Solo-Passagen zu überzeugen. Klaus Lohr am Bass und Schlagzeuger Michael Alles lieferten ein punktgenaues Spiel ab, was mal druckvoll nach vorne ging, dann aber auch wieder mit Gefühl überzeugte. Keyboarder Ralf Beck steuerte dem Klangteppich passende Akzente bei, ohne die anderen Instrumente zu überlagern, so dass der Gesamtklang des Ensembles auf der großen Bühne nur noch voluminöser ausfiel.

Ein wahrlich gelungener Abend mit "Beatify".

Quelle: RP
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