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Remscheid
Befragung - IHK sieht gute Geschäftslage

Remscheid. Rund 3.000 Betriebe mit rund 270.000 Beschäftigten aus dem Rheinland haben zu Jahresbeginn die Konjunkturumfragen der sieben rheinischen IHKs beantwortet. Die zusammengeführten Ergebnisse der Regionen Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Köln, Mittlerer Niederrhein, Duisburg/Niederrhein und Wuppertal-Solingen-Remscheid wurden heute in Düsseldorf vorgestellt.

Ulf Reichardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln, erläutert: "Wir sehen im Rheinland zurzeit noch eine überdurchschnittlich gute Geschäftslage." Doch seien die Unternehmen zunehmend durch die aktuelle Wirtschaftspolitik verunsichert. Als Risiken nennt Reichardt zunehmende Regulierungen auf dem Arbeitsmarkt, das Mindestlohngesetz, die Rente mit 63 sowie die Unsicherheiten über die Erbschaftssteuer. Rund 41 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihre Lage als gut, 48 Prozent als befriedigend und elf Prozent als schlecht. Der Geschäftslageindex, der die Differenz der positiven und negativen Einschätzungen darstellt, ist damit seit Herbst 2015 mit aktuell 30 Punkten fast gleich geblieben. Er liegt deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von 21,5 Punkten. Gründe für die gute Lage sind die stabile Binnenkonjunktur, ein Plus an Kaufkraft durch steigende Löhne, ein stabiler Arbeitsmarkt sowie niedrige Zinsen. Zum derzeit alles beherrschenden Thema Flüchtlinge warnt Berghausen abschließend vor übertriebenen Hoffnungen auf eine schnelle Arbeitsmarktintegration der Neuankömmlinge. "Ausreichende deutsche Sprachkenntnisse können nicht mal so eben in wenigen Wochen erworben werden."

(BM)
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