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Remscheid
Beim Bücherbasar waren einige Exemplare schnell ausverkauft

Remscheid. Der Büchermarkt in der Zentralbibliothek ist erfolgreich gestartet. Auch der Bestand an antiquarischen Büchern ist groß. Viele wissen das zu schätzen. Von Lisa Kreuzmann

Als der Bücherbasar um 11 Uhr seine Türen öffnete, hatte sich bereits eine kleine Schlange vor der Zentralbibliothek gebildet. "Die Leute fragen das ganze Jahr, wann wir den nächsten Basar ausrichten", sagt Bibliothekarin Sabine Düwell.

Insbesondere Kenner wissen, warum sich das Schlange stehen lohnen kann. Einige Bildbände des Künstlers Joan Miró etwa waren nach wenigen Minuten bereits verkauft. Für vier Euro das Stück. Und auch eine gebundene Sammelmappe einer Kölner Tageszeitung aus den 1930er Jahren war selbst für 20 Euro schnell weg.

Die Zentralbibliothek freut das: "Das hilft uns auf jeden Fall", sagt Cornelia Pauß vom Kommunalen Bildungszentrum. "Unser Keller wird leerer und wir nehmen etwas ein." Um die Zehntausend Bücher bekommt die Zentralbibliothek jedes Jahr geschenkt, schätzen die Bibliothekarinnen. Darunter sei zwar nicht alles gut erhalten, aber viele Bücher könnten die Leihbestände der Bibliothek ergänzen und andere werden nun zusammen mit Restbeständen der Bibliothek bis einschließlich Samstag, 5. Dezember, beim Bücherbasar für ein paar Taler abgegeben.

Die Antiquariate gehen zum Markpreis weg. Die Kinderbücher dagegen kosten überwiegend nur 25 Cent. Petra R. stöbert gerne darin, sie sucht passende Bücher für die Lesestunde in der Grundschule. So finden auch Altbestände aus der Bibliothek neue Abnehmer. Manche Bücher würden nicht mehr oft ausgeliehen, oder seien überholt, erzählt Düwell. Aber auch Zeitloses entdeckt man in den Regalen des Bücherbasars wie Leo Tolstois "Anna Karenena" oder Umberto Ecos "Baudolino".

Über Thomas Mann und Berthold Brecht führt das Repertoire des Bücherbasars über DVDs von Woody Allen, Kochbüchern, Reiseliteratur von Sizilien an den Largo Maggiore und Türkischen Märchen hin zu "Gymnastik mit dem Pezzi Ball" im Sportlook der 1980er Jahre und Kassetten der "Drei Fragezeichen".

Margit Kaiser kauft einige Gesellschaftspiele für die Enkelkinder, damit die auch mal wieder vom Computer wegkämen, sagt sie. Und Sebastian Stein trägt eine große, rote Stofftasche voller Neuerwerbungen nach Hause; "für vierzehn Euro", sagt er. Besonders freue er sich über zwei Romane von Agatha Christie, von deren Existenz er vorher noch nichts wusste. Wer schon immer mal Ungarisch lernen wollte, wird im Basar für kleines Geld fündig.

Quelle: RP
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