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Remscheid
Beim fairen Handel liegt Remscheid ganz vorn

Remscheid. Warenpräsentation im Lenneper "Tortenatelier"

Am Rande des Lenneper Weinfestes konnten sich Interessierte über den fairen Handel informieren, den Remscheid nachhaltig und nachdrücklich vorantreiben will. In einem Gastraum des "Tortenateliers - König von Preußen" wurde in Zusammenarbeit mit dem "F(l)air"-Weltladen in Lüttringhausen eine Warenpräsentation mit Verkauf eingerichtet. Damit zeigte Edmund Joska, dass er genau wie elf weitere Gastronomen vor Ort das Anliegen, für gute Arbeits- und Produktionsbedingungen einzutreten unterstützt und fair gehandelte Produkte in seinem Café Verwendung finden.

Weil neben der Gastronomie inzwischen auch 22 Geschäfte sowie Kirchengemeinden, Vereine und auch Schulen diesem Beispiel folgen, wird die Stadt Remscheid beantragen, sich als "Fair Trade Town" zertifizieren zu lassen. Im Rathaus wird seit Jahren fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt. So hat die aus Akteuren verschiedener Institutionen, Verwaltung, Politik und Wirtschaft zusammengesetzte Steuerungsgruppe das Vorhaben noch einmal aktiv vorangetrieben und die Aktivitäten koordiniert.

"Die Welt ist sehr viel näher, als wir glauben. Also sollten wir unser Handeln stetig hinterfragen - auch hinsichtlich der Nachhaltigkeit", sagte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz beim Besuch des kleinen, temporär eingerichteten Fair-Trade-Shops am Alter Markt. Beim fairen Handel ginge es nicht nur darum, sich diesbezüglich an den von der Uno ausgerufenen Zielen zu beteiligen, sondern auch um ein Stück Stadtentwicklung. "Wir sind verantwortlich dafür, dass auch die nachfolgenden Generationen gut in unserer Stadt leben können", betonte der OB. Mit der Auszeichnung als "Fair Trade Town" könne man in dieser Hinsicht ein kleines Zeichen setzen.

Zweifelsohne angeschoben hat das Thema in Remscheid die Ökumenische Initiative Lüttringhausen als Trägerin des F(l)air-Ladens. Vereinsvorsitzender Volker Beckmann war dann auch sogleich bemüht, neue Mitstreiter für die Initiative und damit Multiplikatoren zu gewinnen.

Als vom Forum für soziale Innovation gGmbH eingesetzte "Eine-Welt-Regionalpromoterin" begleitet Karoline Lorenz neben der Remscheider Steuerungsgruppe auch weitere Städte in der Region. Ihr Ziel ist, der Sache durch mehr Austausch untereinander noch mehr Gehör zu verschaffen. Unter www.fairstaerker.de wurde eine Internetseite eingerichtet, auf der sich die Remscheider über die "fairen" Aktivitäten in ihrer Stadt informieren können.

(bona)
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