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Remscheid
Beim Onlinekauf genauer hinschauen

Remscheid. Bei der Verbraucherberatung melden sich mehr Ratsuchende, die bei "Schnäppchen" reingefallen sind. Von Anna Mazzalupi

Online shoppen wird immer beliebter, vor allem bei Jugendlichen. Eine kurze Suche durch den virtuellen Shop, Schnäppchen ins Auge gefasst, noch ein kurzer Klick auf den vollen Einkaufswagen und schon sind die neuen Trend-sneaker oder die angesagte Jeans zu einem scheinbar unschlagbaren Preis für den Kunden bequem auf dem Weg zu ihm nach Hause. Die Verbrauchzentrale Remscheid rät aber zur Vorsicht beim Online-Kauf. Denn häufig lauern unerwartete Kostenfallen auf den Verbraucher.

"Dass wesentliche Produktmerkmale oder Endpreise nicht angegeben werden, Kunden bei unbemerkten Extras oder wegen kostenpflichtiger Zahlungsarten draufzahlen, hat 2015 für viele Nachfragen gesorgt", berichtet die Beratungsstellenleiterin Lydia Schwertner. Auch 2016 steht das Thema weiterhin im Fokus der Beratungen. Ein Problem sind häufig vermeintlich günstige Käufe, die aus dem Ausland stammen. Ein junger Mann um die 19 Jahre alt hatte sich zunächst über sein Schnäppchen bei neuen Schuhen gefreut. "Er hat noch stolz bei seinen Freunden erzählt, dass er sie für 40 Euro erstanden hat", erzählt Schwertner. Diese kamen allerdings aus Hong Kong. Dafür wurden am Zoll 30 Euro fällig. Eine Rücksendung muss meist aus eigener Tasche bezahlt werden, Reklamierungen aus Fernost gestalten sich aber häufig sehr schwierig.

Bei einem weiteren Fall bestellte ein Ratsuchender Möbel aus Großbritannien. Er übersah allerdings, dass die Möbel ohne Versand und nur zur Selbstabholung bestimmt waren. Der Anbieter wies keine Widerrufsbelehrung aus und versuchte, den Kunden durch Druck zum Zahlen zu bringen.

Die Verbrauchzentrale kann in solchen Fällen zwar helfen. Damit es aber gar nicht erst so weit kommt, empfiehlt die Expertin, vor dem Kauf das Impressum des Verkäufers genau anzuschauen, um zu sehen, woher der Händler kommt. Zudem sind Verkäufer dazu verpflichtet, mindestens eine gängige, kostenlose Zahlungsmethode anzubieten.

Außerdem sollten Verbraucher auf Gütesiegel wie "Trusted Shops" achten. Das gewähre zwar keinen 100-prozentigen Schutz, bietet aber wesentlich mehr Sicherheiten.

Übrigens: Siegel sind nur echt, wenn nach dem Klick darauf auch tatsächlich ein Prüfzertifikat angezeigt wird.

Quelle: RP
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