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Remscheid
Beratungsstelle für Senioren soll geplant werden

Remscheid. Der Seniorenbeirat will einen besseren Service für die ältere Generation. Höhere Kosten dürfen nicht entstehen. Von Christian Peiseler

Angebote und Unterstützung für ältere Menschen gibt es viele in Remscheid. Sie verteilen sich nur über verschiedene Stellen und Ämter. Der Seniorenrat hat daher gestern beschlossen, zusammen mit der Stadt ein Konzept für eine Anlaufstelle für ältere Menschen zu erarbeiten, in dem die Serviceleistungen gebündelt werden. Auch Vorschläge aus dem Behinderten- und Integrationsrat sollen dabei berücksichtig werden. Elke Rühl, Vorsitzende des Seniorenbeirates, ist der Überzeugung, dass in Remscheid möglich sein muss, was in viel kleineren Städten wie Soest bereits seit langem Alltag ist.

Die Stadt Soest mit knapp 50 000 Einwohnern betreibt ein Seniorenbüro. Dort gibt es eine Seniorenbeauftragte und weitere sechs Mitarbeiter. Für Rühl ist ein solcher Service für ältere Menschen vorbildhaft. Das Seniorenbüro in Soest deckt alle Lebensbereiche der älteren Generation ab. Die Bürger erhalten Informationen über die verschiedenen Hilfen der Wohlfahrtsverbände, über die Arbeit der Rentenberatung, über "Wohnen im Alter" über "Vorsorge, Testament und Todesfall" bis hin zu den Angeboten, im Alter aktiv zu bleiben.

Für Remscheid wünscht Rühl sich, eine Broschüre wie "Wir über 60", die es vor Jahren bereits gegeben hat, wieder aufzulegen. Rita Jungesblut-Wagner (SPD) wies darauf hin, dass alle das Konzept zum Stellenabbau bei der Stadtverwaltung mitgetragen haben. Mit einer Anlaufstelle für ältere Menschen dürften keine neuen Personalkosten entstehen. Die Verwaltung müsse organisatorische Lösungen finden. Die Diskussion entzündete sich auch immer wieder an dem Wegfall der Rentenberatungsstelle.

Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke wies darauf hin, dass es sich um eine freiwillige Leistung der Stadt gehandelt habe. Zuständig für die Rentenberatung sei die Deutsche Rentenversicherung. Laut Elke Rühl habe Oberbürgermeister BurKhard Mast-Weisz signalisiert, dass die Verwaltung bereit sei, an neuen Lösungen mitzuarbeiten.

Quelle: RP
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