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Remscheid
Bergisch Born dank Radtrasse im Aufwind

Remscheid. Um die geplante B 51n ist es in jüngster Zeit eher ruhig gewesen. Nachdem die Landespolitik dem Bau der Umgehungsstraße keine Dringlichkeit mehr zubilligt und das Projekt auf der Prioritätenliste nach unten gesetzt hat, weiß die Interessengemeinschaft Bergisch Borner Bürger (IGBB) derzeit nicht, woran sie ist. Von Stefanie Bona

"Es fehlt Transparenz und Offenheit. Wir würden uns einen Runden Tisch zum Thema wünschen", sagte IG-Vorsitzende Claudia Reichert-Weber am Rande der Krammetsvogel-Festtage am Wochenende. Alsbald wolle man sich mit dem lange gehegten Wunsch einer verkehrlichen Entlastung bei der Politik und den zuständigen Gremien wieder ins Gespräch bringen.

Gewerbegebiet nicht ohne B 51n

"Es steht jedenfalls fest, dass das Gewerbegebiet Gleisdreieck erst kommen darf, wenn der erste Spatenstich für die B 51n erfolgt ist", fordert Reichert-Weber. Zu groß ist die Angst der Bergisch Borner vor noch mehr Verkehr auf ihren Straßen. Insofern hätte man es begrüßt, wenn ein Designer Outlet Center an der Blume tatsächlich spruchreif wäre. Denn dann wäre der Umgehungsstraße aufgrund der auch aus Richtung Wermelskirchen und Burscheid erwarteten Verkehrsströme vielleicht wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt worden.

Ansonsten freuen sich die Bergisch Borner, dass sie der "Knotenpunkt" an der Trasse sind. "Die Trasse wird bei uns geliebt. Man ist jetzt ruckzuck mit dem Fahrrad in Lennep und auch in Wermelskirchen", freut sich die Vereinsvorsitzende. Auch Tennishallen-Besitzer Olaf Höhfeld, dessen Restaurant und Biergarten direkt an dem Panoramaradweg liegt, verzeichnet verstärkten Zuspruch seitens der Radfahrer. "Die Resonanz ist allerdings stark wetterabhängig. Wenn es nur so aussieht, als könnte es Regen geben, lässt der Betrieb auf der Trasse nach."

Grundsätzlich habe der Radweg die IGBB wieder mehr ins Gespräch gebracht und zu Kooperationen geführt. Neben der Eröffnungsfeier im April, wo trotz Dauerregen reger Betrieb herrschte, war man auch am Pfingstsonntag beim Volksradfahren von Radevormwald ein Anlaufpunkt. "Dadurch kommen die Projekte auf uns zu, wir müssen noch nicht mal dafür werben", freut sich Reichert-Weber. Und wenn man sich mit Getränke- oder Kuchenständen an den Veranstaltungen beteiligen könne, täte das nicht zuletzt der Vereinskasse gut.

Vorstand der IGBB verstärkt

Nachdem sich die IGBB im Frühjahr mit zwei neuen Vorstandsmitgliedern verstärkt hat, laufe die Vereinsarbeit wieder rund. "Wir haben tüchtige Leute gewinnen können, die gut mitarbeiten und anpacken", lobt Reichert-Weber. Mit 160 Mitgliedern stehe die Vereinsarbeit auf gesicherten Füßen.

Gleichwohl gelte es, weiter um das Engagement junger Menschen zu werben. "Jedes Mitglied stützt den Verein."

Quelle: RP
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