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Remscheid/Hückeswagen
Schlägerei zwischen Kurden und Türken: 150 Polizisten im Einsatz

Bergisch Born: Schlägerei zwischen Kurden und Türken
Der Sternmarsch verlief den Radtrassen von Wuppertal über Remscheid, Bergisch Born nach Hückeswagen. FOTO: Stephan Büllesbach
Remscheid/Hückeswagen. Zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Kurden und Türken ist es in Bergisch Born gekommen. Etwa 80 kurdische Männer und Frauen waren auf einem Sternmarsch unterwegs, als sie in Bergisch Born, so die Polizei, von Türken angegriffen wurden. Bis zu 150 Polizisten waren an dem Einsatz beteiligt. 

Am Mittwoch startete ein Aufzug unter dem Motto "Status für Kurdistan - Freiheit für Öcalan" mit rund 80 kurdischen Männern und Frauen gegen 9:50 Uhr am Willy-Brandt-Platz in Remscheid mit dem Etappenziel Hückeswagen. Gegen 13 Uhr kam es an der Straße Bergisch Born in Remscheid zu Übergriffen durch etwa 80 Türken.

Diese versammelten sich spontan mit mehreren Fahrzeugen in der Nähe der Balkantrasse und störten die Veranstaltung. Laut Polizeiangaben fuhren dabei einige Störer gezielt mit ihren Autos auf vereinzelte Versammlungsteilnehmer zu. In der Folge kam es zu Steinwürfen aus beiden Gruppierungen, auch gegen die eingesetzten Polizeikräfte. Eine Beamtin wurde durch einen Stein am Kopf getroffen.

In Hückeswagen war ein massives Polizeiaufgebot zugegen. FOTO: Stephan Büllesbach

Die Polizei setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein, um die randalierenden Kontrahenten voneinander zu trennen. Die stark befahrene Bundesstraße 51 musste in Bergisch Born für die Dauer der Auseinandersetzung komplett gesperrt werden. Daher kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Während sich die Demonstrationsgegner mit ihren Fahrzeugen fluchtartig entfernten, setzte sich der Aufzug auf der Balkantrasse wie geplant in Richtung Hückeswagen fort. Hier endete er gegen 15 Uhr am Bergischen Kreisel, wo die Polizei die Personalien der Versammlungsteilnehmer feststellte. Auch hier kam es zu Störungen des Straßenverkehrs.

Anschließend wurde die Veranstaltung durch den Versammlungsleiter für beendet erklärt. Es wurden mehrere Strafverfahren, unter anderem wegen Landfriedensbruch, Verstoß gegen das Versammlungsgesetz, Körperverletzung und Beleidigung, eingeleitet. Die Ermittlungen hierzu dauern an. In der Spitze waren etwa 150 Polizeibeamte eingesetzt.

Später wurde die Lage ruhiger. FOTO: Stephan Büllesbach
(teif.-, ots)
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