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Remscheid
"Beverly": Verwaltung sind bei Schuttberg Hände gebunden

Remscheid. Fast ein Jahr ist vergangen, seitdem der Swingerclub "Beverly" in Unterburg Anfang November 2014 bis auf die Grundmauern niederbrannte. Vor kurzem wurde ein Mann vor dem Wuppertaler Landgericht der Brandstiftung für schuldig gesprochen und zu einer Haftstrafe von neun Jahren verurteilt. Doch wann die Schutt-Überreste des einstigen Etablissements verschwinden, steht immer noch nicht fest.

Das geht aus einer Vorlage der städtischen Verwaltung für die kommende Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Burg/Höhscheid in der übernächsten Woche hervor. In Beantwortung einer Frage der linken Bezirksvertreterin Alexandra Mehdi teilt das Rathaus mit, dass ihm, was die Beseitigung des Schuttbergs am "Beverly" angeht, die Hände gebunden seien.

Der Hintergrund: Mit dem Abriss der Brandruine, die vor einigen Monaten erfolgte, haben die Eigentümer des Grundstücks, eine Firma mit Sitz in England sowie eine in Spanien lebende Frau, alle baurechtlichen Forderungen zunächst einmal erfüllt. Zwar forderte die Stadt Solingen die Besitzer inzwischen auf, auch den übrig gebliebenen Schutt zu beseitigen. Doch da von diesem Abfall keine Gefahr ausgeht, kann die Verwaltung nicht einfach von sich aus tätig werden und den Schutt abräumen - zumal den Eigentümer im Fall einer städtischen Verfügung der Klageweg offensteht, was die ganze Sache wiederum um Jahre hinauszögern könnte. Tatsächlich weiß im Augenblick niemand, wie es mit alten "Beverly" weitergeht. Die Stadt selbst hatte zu den Eigentümern des Grundstücks nach eigener Aussage noch zu keinem Zeitpunkt Kontakt.

(or)
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