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Remscheid
Bilder einer "Seelenreise" mit dem Bügeleisen gepinselt

Remscheid. Malerin Angela Heise zeigt ihre Heißwachsmalerei im Café Lichtblick. Ihr ist es wichtig, dass hinter jedem Bild eine positive Aussage steht. Von Cristina Segovia-Buendía

Malerin Angela Heise eröffnete diese Woche ihre neue Ausstellung im Lüttringhauser Café Lichtblick. Unter dem Titel "Seelenreise" präsentiert die gebürtige Rheinländerin 14 fesselnde, farbenprächtige und ausdrucksstarke Bilder, hinter denen die spannende Technik der Encaustic steckt, der Heißwachsmalerei.

Der Kunst sind bekanntermaßen keine Grenzen gesetzt: Das sich Öl und Acryl durch Wachs ersetzen lässt, leuchtet dem Kunstlaien vielleicht noch ein. Doch Bügeleisen statt Pinsel? Dass diese ungewöhnliche Technik funktioniert und mit ein bisschen Übung sogar großartig aussehen kann, bewies Angela Heise bei der Präsentation im Café Lichtblick. Dort eröffnete sie ihre Ausstellung mit Bildern ihrer sogenannten "Seelenreise". Werke, die nicht nur durch eine farbenprächtige Gestaltung auf Leinwand, Glas oder Fotopapier überzeugen, sondern auch durch ihre aufregenden Strukturen und filigranen Figuren. Bilder, teilweise abstrakter Natur, die den Betrachter fesseln und ihn dazu einladen, in sie hinein zu tauchen und zu versinken. Pfiffige Malereien, die je nach Perspektive auch ihre Wirkung verändern können.

"Ich freue mich riesig", sagte Heise bei ihrer Begrüßung. Familie, Freunde und neugierige Besucher waren zu der Ausstellungseröffnung gekommen, um sich Heises Werke anzuschauen und mehr über die Technik der Encaustic zu erfahren. "Diese Technik gehört zur Effektmalerei, weil mal sofort ein schnelles Ergebnis bekommt", erklärte die Künstlerin lächelnd.

Mit Wachsmalstiften und dem sogenannten "Mal- oder Encaustic-Eisen", ähnlich einem kleinen Reisebügeleisen, erklärte sie, wie ihre Bilder entstehen. Danach konnten sich interessierte Besucher selbst am Maleisen ausprobieren: "Bloß keine Hemmungen", spornte Heise die Besucher an. "Malen macht Spaß."

Der gelernten Erzieherin, wohnhaft in Lennep, Patchwork-Mutter von sechs erwachsenen Kindern, mit vielzähligen künstlerischen Begabungen und journalistischer Tätigkeit, ist es wichtig, dass hinter jedem ihrer Bilder eine positive Aussage steckt. "Für mich ist die Encaustic mit Sicherheit eine Form der Entspannung", sagte sie. "Wenn ich mich damit beschäftige, bin ich fern ab von allem."

Ihre Ausstellung ist noch bis Dezember in dem kleinen Lüttringhauser Café in der Gertenbachstraße 2 zu sehen. Ihre Werke stehen auch zum Verkauf. Vom Gesamterlös fließen schließlich 20 Prozent in das Café zurück, in dem sie immer wieder auch gerne selber privat verweilt.

Quelle: RP
 
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