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Remscheid
Blechbläser brillieren mit Mozart und Jazz

Remscheid. "Juliacum Brassers" boten in der Stadtkirche Lüttringhausen ein abwechslungsreiches Konzert. Von Anna Mazzalupi

Sie versprachen eine Reise durch die verschiedenen Klangwelten von Weihnachten in verschiedenen Ländern. "Juliacum Brassers" aus Jülich hielten ihr Versprechen. Ihr Weihnachtskonzert in der Evangelischen Stadtkirche Lüttringhausen am Montagabend entführte von der klassischen deutschen Weihnacht mit "Es ist ein Ros entsprungen" hin zu lateinamerikanische Leichtigkeit und Fröhlichkeit.

Auf Einladung des Posaunenchors Lüttringhausen präsentierte das Blechbläserquartett sein Repertoire, das das Klangspektrum der Instrumente zur Geltung brachte und ein Argument dafür lieferte, das Blechbläsermusik auf jeden Fall zur Weihnachtszeit gehört. Festlich, klassisch, traditionell, aber auch modern und ausgelassen war das Programm, das Johannes Meures (Posaune/Tuba), Andreas Trinkaus (Horn), Martin Schädlich und Klaus Luft (Trompeten) präsentierten.

Mit seiner Darbietung zeigte das Ensemble die Vielseitigkeit der Instrumente. Bei Zoltan Kodalys "Veni Emmanuel" etwa klingen sie an einigen Stellen sehr hoch, kraftvoll und laut, um dann leise und sanft zu ertönen. Die Musiker harmonieren dabei in ihrem Zusammenspiel perfekt, lassen hin und wieder den einzelnen Instrument Raum, klingen an anderen Stellen aber wieder wie aus einem Gus, etwa beim Song "Zu Bethlehem geboren".

Mit einer Reihe lateinamerikanischer Stücke kam eine weitere Note ins Spiel. Schnelle, aber auch schwermütige Passagen vermittelten einen Eindruck darüber, wie Weihnachten in Südamerika gefeiert wird und wie exotisch Posaune, Horn und Trompete klingen können.

Das Publikum zeigte sich begeistert von den Tönen, die in der Akustik der Kirche gut zur Geltung kamen und spendete nach jedem Stück Applaus. Den meisten Beifall erhielt "Juliacum Brassers" neben der fast schon jazzigen Version von "Feliz Navidad" vor allem für das Arrangement von Mozarts Variationen über "Morgen kommt der Weihnachtsmann". Posaunist Meures, der alle Stücke für das Quartett arrangiert, hat auch hier hervorragende Arbeit geleistet. Das anspruchsvolle Stück spielten die Musiker mehr als souverän, demonstrierten ihr Fingerspitzen- und Feingefühl für den Klang ihres Instruments.

Das Versprechen, im nächsten Jahr wiederzukommen steht. Mit einer humorvollen, aber auch eigenwillig wunderbar klingenden Version von "Jingle Bells" als Zugabe, bei der man Rentiere zu hören meinte, verabschiedeten sich Juliacum Brassers nach einem kurzweiligen Konzert.

Quelle: RP
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