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Remscheid
Bombendrohung: Noch keine heiße Spur vom Anrufer

Bombendrohung in Remscheid
Bombendrohung in Remscheid FOTO: Henning Schlüter
Remscheid. "Noch keine heiße Spur" gibt es nach Aussagen von Polizeipressesprecher Christian Wirtz bislang von dem unbekannten Anrufer, der am Sonntag unter anderem mit Bombenanschlägen auf den Remscheider City-Lauf, das Lenneper H2O-Bad und das Sana-Klinikum gedroht hatte. Die eingesetzte Gruppe ermittele weiter.

Besondere Sicherheitsmaßnahmen ergriff die Polizei in Remscheid am Montag nicht mehr. "Die Drohung bezog sich nur auf den Sonntag", sagte Wirtz. Die Polizei hatte die Drohungen, die auch für Ziele in Wuppertal und Köln ausgesprochen wurden, zwar nicht wirklich ernst genommen, konnte ein Risiko aber auch nicht vollständig ausschließen. Wie berichtet, war der City-Lauf darum von den Verantwortlichen von RSV und Sparkasse abgesagt worden. Das H2O wurde am Morgen evakuiert, gründlich von der Polizei durchsucht und öffnete am Sonntag dann nicht mehr. Im Sana-Klinikum wurden Aufzüge nach Sprengstoff durchsucht.

"Haben alles richtig gemacht"

"Wir haben alles richtig gemacht", sagte Hartmut Bau auch am Tag nach der Absage. Dem Vorsitzenden des Remscheider SV, der den City-Lauf organisierte, war die Erleichterung darüber, dass nichts passiert ist, am Montag anzumerken. Überaus positiv sei die Resonanz auf den Entschluss der Organisatoren gewesen, die Veranstaltung abzusagen. "Keiner hat gesagt, ich hätte den Lauf gestartet", sagte Bau. Auch Chef-Organisator Dirk Riemer war überrascht über die Reaktionen und spontane Hilfsbereitschaft. "Leute haben uns bereits jetzt ihre Unterstützung für die Veranstaltung im kommenden Jahr angeboten", sagte der Sportliche Leiter beim RSV.

(hr/mitz)
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