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Remscheid
Bon appétit - so schmeckt Frankreich

Remscheid. Kochen wie die Franzosen - das Event weckt im Bergischen die frankophile Ader. Mietkoch Peter Hoffmann half. Von Bernd Geisler

Mindestens einmal im Jahr scheint sich das Kücheninventar des Altenpflegezentrums "Der Wiedenhof" auf französische Kochkunst zu freuen. Es ist, als reckten sich Töpfe, Teller, Tische, Schüsseln, Kellen, Löffel, Gabeln, Messer, Gläser, Schüsseln, Herdplatten und Konvektomat bereitwillig den fleißigen Händen kochbegieriger Mitglieder des Vereins Städtepartnerschaft Remscheid-Quimper entgegen. Drei Männer und 15 Frauen verarbeiteten mit wachsender Begeisterung und entsprechender Phonzahl die Zutaten, die Horst Kaschube eingekauft hatte.

Sie schälten, schnibbelten, hackten, rührten, pressten, mixten, brieten, füllten Töpfe, Pfannen, Bräter und Backformen. Heuer zum zehnten Mal hielt der Verein sein traditionelles "Kochen wie die Franzosen" im Altenpflegezentrum ab. Andrea Janke von der Einrichtungsleitung stellte die Küche zu Verfügung und stand stets hilfsbereit zur Seite, wenn Not an der Frau war.

Über alle enthusiastischen Teilnehmer herrschte im dritten Jahr Mietkoch Peter Hoffmann in der ihm eigenen leutseligen und profunden Art, den Hobbyköchen mit einem raffinierten Menü aus seiner Hand die eh schon vorhandene Lust aufs Kochen und anschließende Genießen noch zu steigern. Klar, dass er dabei hier und da auch ein paar Tipps aus seinen schier unermesslichen Erfahrungen mit einfließen ließ. Bereits bei der Vorstellung des Menüs lief den Akteuren das Wasser im Munde zusammen.

Auf der Speisekarte stand diesmal: Erdbeerbowle (mit Zitronenmelisse), Foccaccia (Brot mit Hefe und Olivenöl), Oliven Tapenade (würzige Paste zum Brot mit Sardellenfilets), Poularde le Citron (Zitronenpoulardenbrust mit Haut(!) und der französischen Gewürzmischung "Quatre Epices"), Lauwarmer Gemüsesalat (tricky, mit Roter Beete) und Kirsch Clafoutis (Eierkuchen mit Kirschen).

Die Rezepte waren nicht alltäglich, gleichwohl sind auch für jeden zu Hause nachzukochen. Schnell waren die Gruppen für die jeweiligen Komponenten eingeteilt und dann ging's los. Nach einiger Zeit roch es in jeder Ecke der Küche anders: nach frisch blanchiertem Gemüse, pürierten Oliven, Knoblauch, Thymian, Hefe, Wein, Erdbeeren, backendem Brot, Zitronen und bratendem Fleisch. Da freute sich nicht nur die Nase. Auch der Gaumen hatte etwas davon. Zwischendurch gab es immer mal etwas zum Naschen wie etwa frisch in Olivenöl gebratenes Gemüse. Nach dem Essen waren alle des Lobes voll. Besonders die mit "Quatre Epices" gewürzte Poularde passte zum lauwarmen, bissfesten Gemüse zur französischen Lebensart. "Es erinnert mich an die Bretagne", sagte Claudia Nast, Vorsitzende des Vereins. Ihre Vorfreude auf den Besuch der Franzosen am Mittwoch, 4. Mai, sei jetzt noch um Einiges größer geworden.

Quelle: RP
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