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Remscheid
Brandhaus bleibt gesperrt - Feiertage verzögern Ermittlungen

Haus nach Dachstuhlbrand in Remscheid unbewohnbar
Haus nach Dachstuhlbrand in Remscheid unbewohnbar FOTO: Ralf Kollmann
Remscheid. Drei Tage nach dem Dachstuhlbrand, der den Bewohnern zweier Mehrfamilienhäuser der Geibelstraße am Sonntag die Bleibe genommen hat, ist weiterhin unklar wie sich das Feuer entzündet hat. Erst heute wollen Brandermittler der Polizei und Sachverständige der Feuerwehr den Unglücksort in Augenschein nehmen, um die Ursache des Feuers zu ermitteln und den entstandenen Sachschaden zu beziffern. Von Tim Harpers

Der könnte, sofern die Brand- und Rauchschäden auch tragende Teile des Hauses umfassen, in die Millionen gehen. Dass die Ermittlungen erst jetzt Fahrt aufnehmen, erklärt die Polizei so: Brandermittler müssten noch Vorfälle der Feiertage abarbeiten. Zudem habe die Feuerwehr den Dachstuhl als einsturzgefährdet eingestuft. Eine frühere Begehung durch die Polizei sei deshalb nicht möglich gewesen.

Am frühen Sonntagmorgen war in einer Dachgeschosswohnung an der Geibelstraße ein Feuer ausgebrochen. Der 21-jähriger Bewohner hatte sich nach Angaben der Feuerwehr auf das Dach gerettet. Seine 59-jährige Mutter wurde durch das verrauchte Treppenhaus in Sicherheit gebracht. Beide mussten im Anschluss im Krankenhaus behandelt werden. Das Feuer griff später auch auf ein nebenstehendes Mehrfamilienhaus über. Die Bewohner beider Häuser und zweier Nachbarhäuser wurden evakuiert. Zwischenzeitlich sind beide vom Brand betroffenen Gebäude von der Feuerwehr und Polizei als unbewohnbar eingestuft worden.

Wann die Mieter in ihre Wohnungen zurückkehren können, ist ebenfalls noch unklar. Die Stadtwerke haben aus Sicherheitsgründen vorsorglich Strom und Wasser abgestellt. "Die Betroffenen hatten kurz die Möglichkeit, ihre Wohnungen noch einmal zu betreten und sich mit dem Nötigsten zu versorgen", sagt Polizeisprecher Christian Wirtz. "Soweit wir wissen, sind aber alle bis auf Weiteres bei Freunden oder Verwandten untergekommen."

Was passierte in der Dachgeschosswohnung, in der sich offenbar der 21-Jährige und seine Mutter aufhielten? Aufschluss darüber erhoffen sich die Beamten von der Befragung der beiden Bewohner der Dachwohnung. Doch weitergehende Ermittlungen hat es offenbar noch nicht gegeben. "Die Befragung steht jetzt an", sagt der Polizeisprecher.

In Extremfällen wie diesen wird automatisch der Fachbereich Wohnungsnotfallhilfe der Stadt Remscheid aktiv. Verlieren Remscheider durch ein Unglück ihr Zuhause, kümmern sich dessen Mitarbeiter um die Vermittlung einer Unterkunft. "Da wir am Wochenende nicht besetzt sind, hat sich die Feuerwehr um die Unterbringung der Betroffenen gekümmert", sagt Carsten Thies, Leiter des Fachbereichs, zum Einsatzgeschehen am Ostersonntag.

Quelle: RP
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