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Remscheid
"Brauchen eine starke bergische Stimme"

Remscheid: "Brauchen eine starke bergische Stimme"
Mitglieder der Grünen aus Remscheid und Radevormwald wählten die derzeitige Landtagsabgeordnete, Jutta Velte, zu ihrer Direktkandidatin. FOTO: HN
Remscheid. Jutta Velte wurde einstimmig zur Direktkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für die Landtagswahl 2017 gewählt. Von Gerhard Pick

Jutta Velte ist Direktkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für die Landtagswahl im Mai 2017. Die migrationspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion wurde am Donnerstag von der ersten gemeinsamen Mitgliederversammlung des Grünen-Kreisverbands Remscheid und des Grünen-Ortsverbands Radevormwald einstimmig gewählt.

Diese überwältigend deutliche Zustimmung fiel den 15 anwesenden Partei-Mitgliedern aus Remscheid und Radevormwald umso leichter, da es für sie an diesem Abend keine Alternative zu der derzeitigen Landtagsabgeordneten gab. Sie war zuvor bereits in Radevormwald und in Remscheid als Kandidatin gekürt worden und wurde folglich von den beiden Vorständen auf der gemeinsamen Mitgliederversammlung zur Wahl vorgeschlagen.

Die 1957 in Radevormwald geborene Remscheiderin wies in ihrer Vorstellung zur Kandidatur auf beide Städte verbindende Probleme hin, die sie im Landtag angehen will: Der Öffentliche Personen-Nahverkehr (ÖPNV) bereite beiden Kommunen Probleme, insbesondere dem im Nordzipfel des Oberbergischen Kreises gelegenen Radevormwald.

Ein weiteres gemeinsames Problem sei die Gülle, die für Remscheid an der Neyetalsperre zum Problemfall wurde, während die Radevormwalder Natur unter von anderen Orten herangeführter Gülle leidet. Als drittes Problemfeld nannte Frau Velte den Tourismus. "Ich finde, dass wir gemeinsam zu wenig aus den Schätzen dieser Gegend machen", regte sie gemeinsame touristische Aktionen an, mit denen sie die Region aufwerten möchte. "Gerade vor den Metropolregionen Rhein und Ruhr braucht das Bergische eine starke Stimme", warb sie für eine starke bergische Vertretung im Landtag, zu der sie beitragen wolle.

Sorgen mache ihr die "Zunahme von menschenfeindlichen Äußerungen in unserer Stadt und unserem Land", hatte die Grünen-Sprecherin für Integrationspolitik zuvor ihr Haupt-Thema angesprochen. Ein Problem, das die Grünen auch im kommenden Wahlkampf spüren könnten. "Ich glaube, dass wir uns auf einen sehr schwierigen Wahlkampf einstellen müssen", warnte Velte ihr Team, das sich angesichts der jüngsten Ereignisse auf "einen schmutzigen Wahlkampf" einstellen müsse.

Der beginnt zunächst verhalten mit einzelnen Veranstaltungen wie zum Beispiel Stadtteilspaziergängen in Radevormwald. Kurz vor den Osterferien werde sich das ändern, dann werde der Wahlkampf "kurz, knapp, aber heftig", sagte der Remscheider Kreisverbandsvorsitzende Frank vom Scheidt, der die Mitgliederversammlung im Lenneper Röntgen-Museum leitete.

Quelle: RP
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