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Remscheid
Brezel-Ärger führt nach Solingen

Remscheid: Brezel-Ärger führt nach Solingen
Bei der ersten Probe unter freiem Himmel haben sich die Darsteller der Lüttringhauser Volksbühne umstellen müssen. In den Vereinsräumen waren alles viel enger gewesen. FOTO: Mazzalupi
Remscheid. "Zoppen-düster förr de Burger Brezeln" heißt das neue Stück der Lüttringhauser Volksbühne. 44 Darsteller wirken mit, zudem drei Chöre und zwei Musikgruppen. Letztere sind nur bei den Auftritten dabei. Von Anna Mazzalupi

Von Nervosität ist nichts zu spüren - zumindest noch nicht. In gut zwei Wochen feiert das neue Stück der Lüttringhauser Volksbühne Premiere. Die Kulisse an der Freilichtbühne steht schon, geprobt wird vom Ensemble allerdings noch ohne Kostüme und Musik.

"Zoppen-düster förr de Burger Brezeln" heißt das Stück aus der Feder von Autor und Darsteller Christian Wüster, das Bernhard Hütt in Mundart übersetzt hat. Pro Probe werden nach Möglichkeit alle Szenen einmal durchgespielt. Udo Leonhardt hat seine Darsteller als Regisseur immer im Blick. "Wenn es geht, interessiert hier her gucken. Privatgespräche bitte hinter der Bühne", ermahnt er die Laien bei der Eröffnungsszene.

Trotz aller Ernsthaftigkeit geht es familiär und gemütlich zu bei der Probe. Der eine oder andere Abgang von der Bühne ist noch unklar, ein Leuern in das Textbuch noch erlaubt und Souffleuse Brigitte Grote muss für manch fehlenden Schauspieler einspringen. Der Spaß und die Leidenschaft für das Spiel ist aber deutlich zu spüren.

"Wir waren erst einmal draußen zum Proben. Da muss man noch mal umstellen, weil es in unseren Vereinsräumen viel enger ist", merkt Leonhardt an. Die Doppelbelastung vom letzten Jahr mit Regie und Rolle versucht er, in diesem Jahr zu umgehen. "Die Koordination hinter der Bühne und mit den Chören und Musikern ist so schon genug", sagt er mit einem Lachen. Immerhin: Lüttringhauser Frauenchor, Lüttringhauser Blechbläser, Remscheider Volkschor, MGV Glocke-Hackenberg und Posaunenchor Remlingrade wirken nicht bei den Proben mit, sondern kommen nur zu den Auftritten. Das baut Spannung auf, ob auch alles klappt.

Gespannt sind die rund 44 Darsteller auch, wie das Stück bei den Zuschauern ankommen wird. Erstmals spielt es nämlich nicht in Lütterkusen, sondern in der Nachbarstadt Solingen. Im seligen Dörfchen Burg an der Wupper im Jahr 1911 dreht sich alles um die berühmte Burger Brezel. Die fiesen Moltke-Schwestern (Petra Buch und Steffie Hoffmann) haben sich ein Patent auf den Exportschlager gesichert und versuchen, die Leute im Dorf damit auszunehmen. Der Heimkehrer Hermel Messerschmidt (Marc Koch) und sein Freund, der amerikanische Geschäftsmann Howard Smith (Christan Wüster), könnten den Geschwistern das Handwerk legen.

Typisch für die Bergischen Heimatspiele: Schon mit der ersten Szene können die Zuschauer in die Handlung eintauchen. Auch nicht Plattkaller können der Handlung folgen und über die Situationskomik lachen.

Quelle: RP
 
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