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Remscheid
Brillengestelle mit Heimatbezug

Remscheid. Der Augenoptikermeister Frank Berghoff hat eine neue Serie mit Bezug zu Remscheid entworfen. Im Innenteil des Bügels steht der Name des Stadtteils. Von Anna Mazzaluppi

Individuell und mit Lokalbezug - das ist die Brillenserie "Manufaktur" vom Remscheider Augenoptikermeister Frank Berghoff. Bereits zum zweiten Mal hat er eine eigene Serie entworfen. Nach der Kollektion von 2001, für die Berghoff mit Qualitätspreis NRW ausgezeichnet wurde, setzt er nun auf Titanfassungen.

Die Idee zur Remscheider Brille kam Berghoff in Berlin, wo er Berlin-Brillen sah. Danach war klar: Das will er auch für seine Stadt. Die zehn Entwürfe werden per Hand angefertigt. Im Innenteil des Bügels steht nach Wahl der Name eines Stadtteils. Weil die Serie bei den Remscheidern so gut ankommt, hat der Optiker bereits vier weitere Modelle in Arbeit, die im Herbst kommen. "Ich könnte mir aber auch noch etwas wie Röntgenmuseum, Bismarckturm oder Werkzeugmuseum vorstellen. Etwas, das Remscheid typisch ist", erklärt Berghoff. Und davon gebe es noch viel.

Ob nun Hasten, Glüdenwerth, Trecknase oder Lennep - der Kunde kann ganz individuell entscheiden, welcher Stadtteil das Innere des Bügels aus Beta-Titan zieren soll. Zudem steht die Brillenfassung in 23 verschiedenen Farben zur Auswahl. Dadurch sind 690 verschiedene Kombinationsmöglichkeiten aus Mittelteil und Bügel realisierbar.

Die Motivation für die Serie: "Das ist die Liebe zum Produkt", sagt Berghoff. Wichtig war ihm vor allem, dass das Scharnier funktional ist. Deshalb arbeitet es ohne Schraube verschleißfrei. Die Titanbrille wird in Rathenow in einem kleinen Handwerkerbetrieb gefertigt. Eine Firma in Neumünster beschichtet die Modelle mit Geräten, die sonst zum Beispiel medizinische Scheren beschichten. Das Endprodukt ist also komplett "Made in Germany". "Das ist von der Qualität schon etwas ganz anderes als ein Spritzmodell aus China", betont der Fachmann.

Rund drei Wochen dauert es, bis das individuelle Brillengestell für 295 Euro fertig ist. Bevor man die Brille in Bestellung gibt, kann Berghoff am Computer den Kunden die Brille bereits virtuell auf die Nase setzen. Dafür wird ein Foto gemacht, wodurch auch die genauen Augenabstände und die nötigen Maße genau berechnet werden können. Vorteil für den Kunden: Er kann mit dem Programm die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten der Manufaktur-Serie ausprobieren und schauen, welche ihm steht.

Quelle: RP
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