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Remscheid
Bürger diskutieren über den Neubau des Berufskollegs

Remscheid: Bürger diskutieren über den Neubau des Berufskollegs
Der Sportplatz Neuenkamp ist ein Vorschlag für den neuen Standort des Berufskollegs für Wirtschaft und Verwaltung. FOTO: Archiv
Remscheid. Remscheid steht vor einem großen Schulneubau. Doch eine Entscheidung, wo das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung angesiedelt werden soll, steht noch aus. Die Politik fordert eine gleichwertige Analyse aller Standorte. Von Solveig Pudelski

Einig sind sich alle darüber, dass die Schule dringend umziehen muss, weil das Gebäude an der Stuttgarter Straße aus allen Nähten platzt. Voraussichtlich erst zum Ende des Jahres wird die Verwaltung den neuen Standortvergleich der drei Varianten - Neuenkamper Straße, Baufeld 6 am Bahnhof oder Alleestraße ehemaliges SinnLeffers-Gebäude - vorlegen.

Zuvor aber interessiert die SPD-Fraktion die Meinung von Anliegern und anderen Interessierten: Sie lädt für heute zum Bürgerdialog ins Brauerhaus ein. Auf dem Podium diskutieren unter dem Titel "Standort macht Schule. Macht Standort Schule?" Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Annemarie Faßbender, Vorsitzende des Integrationsrates, Harro Schmidt, Einzelhändler an der unteren Alleestraße, Nadine Gaede, Vorsitzende der Jusos und Sebastian Thiel, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Stadtmitte / Hasten. "Die Diskussion in unserer Fraktion und im Rat wird im Herbst fortgeführt. Daher wollen wir als Ratsfraktion in der Debatte mit den Anwohnern vor allem zuhören. Gerne nehmen wir weitere Ideen und Anregungen mit, die dann in die Beratungen einfließen" beschreibt Sven Wolf, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, seine Erwartungen an die Veranstaltung.

Grundlage für die weitere politischen Beratung und eine Bewertung wird die detaillierte Gegenüberstellung der drei möglichen Standorte zu den Punkten sein: Kosten, Raumprogramm, Flächenbedarf und städtebauliche Einbindung, Verkehr, schulfachliche und pädagogische Gesichtspunkte und Finanzierungsoptionen.

Jeder Standort hat Vor- und Nachteile. Neuenkamp hatten Planer bereits 2010 als Berufskollegzentrum im Visier, man erhofft sich Synergien durch räumliche Nähe zum Berufskolleg Technik. Das Baufeld 6 ist im Eigentum der Stadt, sei optimal auch für Auswärtige erreichbar und biete Expansionsmöglichkeiten. Der später ins Spiel gebrachte Standort Alleestraße gilt als Favorit der Stadt, weil sie sich dadurch eine Belebung der City erhofft, die jetzt durch die ISG Alleestraße und die geplante Revitialisierung Rückwind bekommt.

Die Fraktionen wünschen aber Klarheit zu vielen einzelnen Punkten wie Stellplatz-Angebot oder Betreiberkonzept und reichten Anfragen ein. In einer Vorlage für die politische Gremien nach der Sommerpause werden diese Fragen beantwortet. Als erstes beschäftigt sich der Schulausschuss mit dem Papier in seiner Sitzung am 27. August.

Heute, 22. Juli, 19 Uhr, im Restaurant "Brauerhaus", Markt 3

Quelle: RP
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