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Remscheid
Bürger fordern Versetzung der Ampel in Vieringhausen

Remscheid. Bezirksbürgermeister Otto Mähler (SPD) erhielt jetzt in Vieringhausen eine Liste mit 126 Unterschriften. Die Unterzeichner fordern dringend die Versetzung der Ampelanlage auf der Höhe zwischen Stockder Stiftung und Apotheke. Grund dafür: Auf der Vieringhauser Straße fühlen sich vor allem die Bewohner des Seniorenheims sowie andere ältere Nachbarn trotz Verkehrsinsel unsicher beim Überqueren der viel und schnell befahrenen Bundesstraße. Von Cristina Segovia-Buendía

Apotheker Guido Dasbach, Inhaber der Vieringhauser Apotheke, beobachtet immer wieder mit Sorge die Überquerungsversuche der Senioren durch sein Schaufenster: "Es ist immer wieder ein Bangen, wenn da ein älterer Mensch die Straße überqueren möchte", berichtet Dasbach, der die Unterschriftenaktion in die Hand genommen hat. "Wir erleben es ja selber, wenn wir das Heim gegenüber beliefern und die Straße überqueren: Oft fahren die Autos dort deutlich schneller als 50, selten wird angehalten, egal ob da jemand mit einem Rollator steht." Die Unfallgefahr empfindet der Apotheker als hoch. "Auch mit Blick auf die Zukunft", sagt er. Gegenüber werden zurzeit 40 neue, altersgerechte Wohnungen für Senioren gebaut. "Wenn die Leute erst einmal alle eingezogen sind, dann wird sich die Frequentierung am Übergang erhöhen", ist sich Dasbach sicher. Schließlich befinden sich auf der Straßenseite der Apotheke auch die Bushaltestelle in Richtung Innenstadt und die Sparkasse.

Die Argumente gegen eine Versetzung der Ampelanlage wegen zu hoher Kosten - rund 56 000 Euro, wie Otto Mähler erklärte - kann Dasbach zwar verstehen, "wenn hier aber mal was passieren sollte, dann wünschte man sich, man hätte was getan."

Otto Mähler nahm die Unterschriftenliste entgegen und versprach das Anliegen in der Bezirksvertretung erneut einzubringen, machte den Unterzeichnern allerdings wenig Hoffnung. Schließlich sei über die aktuelle Überquerungshilfe in Form einer Insel abgestimmt und erst vor zwei Jahren eingerichtet worden. Gefragt wurden sie zwar schon, "favorisiert hatten wir aber auch schon damals eine Ampelanlage", stellt Jutta Berendes, Einrichtungsleiterin der Stockder Stiftung klar. Für sie sei es ohnehin unverständlich, warum dieser Bereich, zwischen den beiden Bushaltestellen nicht als verkehrsberuhigte Zone mit Tempo 30 ausgeschildert sei.

Helmut Lehner wohnt seit eineinhalb Jahren im Seniorenheim und fühlt sich jedes Mal unsicher, wenn er die Straße überqueren muss. Die geschätzten 50 Meter berghoch bis zur nächsten Ampel zu gehen, seien für einen gehbehinderten Mann, der auf seinen Rollator angewiesen ist, keine Option: "Für mich zählt jeder Meter."

Quelle: RP
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