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Remscheid
Bürger klagen über Leerstände im Südbezirk

Remscheid: Bürger klagen über Leerstände im Südbezirk
Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz stellte sich am Zentralpunkt den kritischen Fragen der Bürger. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hat gestern am Zentralpunkt angeregt mit Remscheidern diskutiert. Von Cristina Segovia-Buendía

Das DOC, der zunehmende Leerstand im Südbezirk sowie ein Stellplatz für Wohnmobile am Lennepe Bachtal waren Themen des Bürgerdialogs am Zentralpunkt. Dort bot Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Stefan Grote gestern Vormittag eine offene Sprechstunde an.

Den morgendlichen Einkauf auf dem Wochenmarkt nutzten einige Bürger auch, um mit dem Stadtoberhaupt zu sprechen, Verbesserungsvorschläge und Bedenken zu äußern. "Mir geht es nicht darum, hier politische Themen auszudiskutieren, sondern darum, für die Bürger, den einzelnen Menschen, erreichbar zu sein. Sie müssen mit ihren Belangen nicht extra ins Rathaus kommen", sagte Mast-Weisz, kurz nachdem er seinen Standort zwischen Fischwagen und Bäckerei eingenommen hatte. Er schätze es, dass die Remscheider offen erzählen, was ihnen auf der Seele brennt.

Karin Biastock äußerte sich kritisch zum Leerstand am Zentralpunkt: "Ich hätte gerne wieder einen Blumenladen in der Nähe, einen Metzger und eine Drogerie", sagte sie. Seit 45 Jahren wohnt Biastock schon im Südbezirk und fühlt sich mit ihrer Familie und den Enkelkindern wohl. "Wir haben mit dem Kuckuck schließlich einen schönen Freizeitpark für die Kinder." Dennoch vermisst sie die Blütezeiten. "Ich kann mich noch an Milchgeschäfte auf der Lenneper Straße erinnern. Heutzutage muss man für seine Einkäufe in die Stadt fahren", sagte die Frau. Platz gebe es in den leerstehenden Geschäften aber genug, findet sie. Diesen Wunsch versprach Grote aufzugreifen, und einen erneuten Versuch zu starten, mit den Eigentümern der Geschäfte in Kontakt zu treten.

Ute Kosanetzky aus Westhausen, erklärte DOC-Gegnerin, äußerte sich kritisch über die anstehende Baumfällung auf der Ringstraße: "Mir tut es in der Seele weh, zu lesen, dass Bäume, die über 50 Jahre dort gestanden und das Straßenbild geprägt haben, einfach so gefällt werden. Man sollte bedenken, dass sie auch anderen Lebewesen Nahrung und Schutz bieten." Leicht sei ihm diese Entscheidung auch nicht gefallen, gestand der OB: "Aber es führt leider kein Weg dran vorbei." Den Vorwurf, dass dies nur aufgrund des geplanten DOC geschehe, wies er zurück: "Die Erneuerung war schon viel früher geplant."

Peter Kißling würde sich derweil über einen neuen Stellplatz für Wohnwagen am Lennepe Bachtal freuen. Eine passende Skizze hatte der Rentner auch parat und gab sie dem OB mit. "Der Wunsch nach einem weiteren Stellplatz ist bekannt, die Idee am Bachtal ist allerdings neu", sagte Mast-Weisz überrascht, und versprach sich drum zu kümmern. "Ich nehme ihre Idee mit."

Nächster Bürgerdialog: 17. Februar ab 10.30 Uhr auf dem Alter Markt in Lennep.

Quelle: RP
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