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Remscheid
Bundestag - Solinger SPD will Kandidaten aus Klingenstadt

Remscheid. Delegierte aus allen drei Städten entscheiden am Ende.

Bei der Frage, wer für die SPD im Wahlkreis 103 (Solingen(/ Remscheid/ Cronenberg) gegen Amtsinhaber Jürgen Hardt (CDU) antritt, haben sich die Solinger in dieser Woche als Erste positioniert - für einen Solinger. Ingo Schäfer lag mit 76 Stimmen vorne. Auf Manfred Ackermann entfielen 37 und auf Helgo Ollmann 10 Stimmen (beide Solingen). Eine richtige Klatsche bekam dagegen der Wuppertaler Simon Geiss verpasst - er bekam nur vier Stimmen. Am Rande der Veranstaltung machten Parteimitglieder klar, dass sie sich einen Solinger Abgeordneten in Berlin wünschen.

Diese Aussagen sorgen beim Remscheider SPD-Chef Sven Wiertz für Irritationen. Man habe sich im Vorfeld auf ein offenes Verfahren geeinigt. Der Wohnort sei eigentlich kein geeignetes Kriterium für die Kandidatenwahl. Vielmehr solle der gewählt werden, der die Mitglieder und die Wähler am besten überzeugen kann. Remscheid hat diesmal keinen Kandidaten nominiert.

Das Votum der Solinger Veranstaltung sei für die Solinger Delegierten nicht bindend, wenn sie am 29. September in Remscheid zusammen mit den Delegierten aus Remscheid und aus Wuppertal entscheiden, wer tatsächlich Bundestagskandidat wird, sagt Wiertz. Solingen stellt dabei mit 33 Delegierten knapp die Hälfte der Stimmen. Remscheid hat 24, Wuppertal zehn.

Die Solinger nehmen der Remscheider SPD übel, dass Sven Wiertz die Chance, 2015 noch als Nachrücker in den Bundestag einzuziehen, nicht wahrgenommen hat. Wiertz war 2013 bei der Bundestagswahl gegen Jürgen Hardt unterlegen.

(mo/hr)
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