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Remscheid
Bundestagkandidat - SPD lässt die Basis ran

Remscheid: Bundestagkandidat - SPD lässt die Basis ran
Remscheids SPD-Chef Sven Wiertz FOTO: Moll Jürgen
Remscheid. Ortsverbände im Städtedreieck können Personalvorschläge machen. Wahl im September. Von Henning Röser und Guido Radtke

Neue Wege geht die SPD im Städtedreieck bei der Suche nach einem Kandidaten für die Bundestagswahl im kommenden Jahr. Nicht bekannte Köpfe aus dem Politikbetrieb, sondern ein Kandidat, der aus der Basis heraus gekürt wird, wird gesucht. "Wir wollen ein offenes Verfahren", sagt Remscheids SPD-Chef Sven Wiertz. Die Parteispitzen in Remscheid, Solingen und im ebenfalls zum Wahlkreis gehörenden Wuppertaler Süden haben sich darauf verständigt, dass jede Stadt zunächst Kandidaten benennt. Die Zeiten wechselnden Vorschlagsrechts sind also vorbei.

Ein "mehrstufiges Verfahren" schwebt Wiertz vor. So könnten alle Mitglieder zu einer Versammlung geladen werden, um den Delegierten eine Empfehlung zu geben, wenn diese im September auf einem Parteitag die offizielle Nominierung vollziehen. Zuvor sollen die Kandidaten die Gelegenheit haben, sich in den Städten ausgiebig der Basis vorzustellen und dabei zugleich einen Eindruck davon zu bekommen, welche Themen den bergischen Nachbarn auf der Seele liegen.

Wiertz, der bei der letzten Wahl dem CDU-Kandidaten Jürgen Hardt unterlag, erhofft sich davon eine lebhafte Diskussion über politische Inhalte, die zugleich ein Beitrag gegen Politikverdrossenheit sein soll.

Während die Remscheider Ortsvereine mitten in der Kandidatensuche stecken, haben in Solingen bereit erste Personen Interesse an einer Kandidatur angemeldet. Es sind Ingo Schäfer (50 / Bundesvorsitzender der Deutschen Feuerwehrgewerkschaft), das langjährige Ratsmitglied Markus Preuß (53) und Manfred Ackermann (47 / Geschäftsführer Schloß Eicherhof in Leichlingen) angemeldet. Der Solinger SPD-Vorsitzende Josef Neumann glaubt nicht, dass bei der Wahl der Bekanntheitsgrad eine zentrale Rolle spielen werde: "In der Politik ist derzeit vieles verschwommen, so dass alles möglich ist." Kommunal sei die SPD in Nordrhein-Westfalen gut aufgestellt.

Quelle: RP
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