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Remscheid
BV macht den Weg frei für Bau des Feuerwehrhauses

Remscheid. Die Mitglieder der Bezirksvertretung (BV) Lennep sprachen sich dagegen aus, die Pläne für eine Fortführung der Balkantrasse zwischen den neuen Gewerbebauten an der Karlstraße und den Bahngleisen in Richtung Schlachthofstraße weiterzuverfolgen. Von Stefanie Bona

An anderen Optionen für eine Fortsetzung des Radwegs in Richtung Lüttringhausen soll aber festgehalten werden. Zudem soll die Stadtverwaltung prüfen, ob man dafür nicht Fördergeld erhalten könnte. Mit dieser Entscheidung gibt es nun Planungssicherheit für die Freiwillige Feuerwehr Lennep.

Hätte man nämlich an den Radwegplanungen festgehalten, wäre der neue Standort für das Gerätehaus nicht optimal zu realisieren gewesen. Wie berichtet, muss der Löschzug Lennep umziehen, weil sein bisheriges Domizil auf dem DOC-Planungsgebiet liegt. Ein Grundstück an der Karlstraße wurde für den Bau einer neuen Wache reserviert. Das Gebäude soll planungsgleich mit dem Objekt sein, wie es derzeit für den Löschzug Lüttringhausen gebaut wird. Damit spart die Stadt erheblich an Planungskosten. Ein Radweg am Rand des Geländes hätte den Platz eingeschränkt, so dass das Gerätehaus dort nicht hingepasst hätte.

Stadtplaner Robin Denstorff erläuterte, dass man für eine Weiterführung der Radstrecke direkt an den Bahngleisen rund eine Million Euro einplanen müsse. Denn damit müsse über die Schlachthofstraße eine Brücke gebaut und an der Diepmannsbacher Straße eine Rampe angelegt werden, was die Kosten in die Höhe treibe. Damit würde man also den Bau der Feuerwache für ein perspektivisches Ziel, dessen Finanzierung unklar sei, in Frage stellen. Andere Optionen, die Balkantrasse gen Lüttringhausen fortzuführen, seien eine Streckenführung über die Karlstraße an der anderen Seite der Gewerbebauten oder über die Gartenstraße. Diese Varianten wären mit je rund 300.000 Euro weit kostengünstiger zu haben. "Es gibt also mindestens gleichwertige, gestalterisch sogar attraktivere Alternativen", so das Fazit des Stadtplaners.

Dem Vorschlag von Rolf Haumann (Grüne) und Bezirksbürgermeister Markus Kötter (CDU), den Beschluss zu vertagen, kamen die Mitglieder der BV nicht nach. So folgten die Politiker dem Argument von OB Burkhardt Mast-Weisz: "Die Feuerwehr braucht eine klare Perspektive". Nicht angesprochen wurde der Zeitplan für den Neubau des Gerätehauses. Feuerwehr-Chef Guido Eul-Jordan machte deutlich, dass ein Ausrücken des Löschzugs Lenneps stets gewährleistet sein müsse - auch wenn die Freiwillige Feuerwehr noch am alten Domizil beheimatet und die Baustelle für das DOC schon eingerichtet ist.

Quelle: RP
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