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Remscheid
BZI erneuert seinen Maschinenpark

Remscheid: BZI erneuert seinen Maschinenpark
Pia Schulz (24), Industriemeisterin im BZI, richtet die neue Drehmaschine vom Typ GDW Comfortline ein. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Berufsbildungszentrum an der Wüstenhagener Straße erhält elf neue Drehmaschinen für 1,2 Millionen Euro. Im kommenden Jahr stehen auch Baumaßnahmen an. 2500 Azubis jährlich lernen in 30 Berufen. Von Michael Bosse

Das Berufsbildungszentrum der Remscheider Metall- und Elektroindustrie (BZI) hat eine wichtige Etappe bei der Modernisierung geschafft. Im Oktober wurden elf neue Drehmaschinen für den Fachbereich Zerspanungstechnik und eine CNC-Drehmaschine, also elektronisch gesteuert, und mit besonderer IT-Anwendung geliefert, die mehrere Prozessstufen verbindet. Zudem wurden die Fachbereiche SPS-Technik und Elektrotechnik modernisiert. Die Kosten für die Maßnahmen liegen bei 1,2 Millionen Euro. 72 Prozent der Summe wurde durch Landes- und Bundesmittel gefördert.

"Damit hat das BZI in den letzten vier Jahren insgesamt 4,3 Millionen Euro in seine technische Modernisierung investiert", sagt der Geschäftsführer des BZI, Michael Hagemann. Nach der Fräserei sei nun auch die Dreherei auf dem neuesten Stand der Technik. Das BZI sei damit "das modernste CNC-Schulungszentrum Deutschlands" und arbeite mit renommierten Firmen wie Siemens und Heidenhain zusammen.

Hagemann hatte ursprünglich nur acht neue Drehmaschinen ordern wollen, durch ein günstiges Angebot eines "neuen Anbieters aus Deutschland" konnte das BZI aber sogar elf Maschinen finanzieren. Damit wurde die Erneuerung der Dreherei um ein Jahr verkürzt, erklärt der BZI-Geschäftsführer. Ab dem kommenden Jahr will das BZI verstärkt das Thema "Industrie 4.0", also die Verzahnung der industriellen Produktion mit den modernen Informationstechniken, vorantreiben. Zwischen 2017 und 2020 sollen in die technische und bauliche Modernisierung des Berufsbildungszentrums noch einmal etwa 20 Millionen Euro fließen. Derzeit bietet das an der Wüstenhagener Straße gelegene BZI 440 Qualifizierungsplätze an. Im Jahr werden dort etwa 2500 Auszubildende aus mehr als 30 gewerblichen Berufen der Metall-, Elektro- und IT-Technik ausgebildet, die jungen Leute stammen in der Regel aus kleinen und mittelständischen Unternehmen der Region. "Wir bieten hier eine Ausbildung 'On the Job'", sagt Hagemann. Die Azubis lernten die Ausbildung direkt an der Maschine und würden so in die Praxis der Betriebe eingeführt. Auch Vorbereitungen auf Prüfungen stünden auf dem Lehrplan.

40 Ausbilder und 70 freie Dozenten stehen dem BZI dafür zur Verfügung. Die Angebote seien "zu 120 Prozent" ausgelastet, betont Hagemann. Um die Schulungen durchführen zu können, wurde schon ein Container auf den Parkplatz des BZI gestellt. Zum Ende dieses oder Anfang kommenden Jahres soll ein zweiter Container folgen.

Das Berufsbildungszentrum der Remscheider Metall- und Elektroindustrie gibt es unter seinem jetzigen Namen seit 1997. Vorher hieß die Einrichtung Gemeinschaftslehrwerkstatt der Remscheider Eisen- und Metallindustrie (GLW). Das BZI ist unter anderem das Fort- und Weiterbildungszentrum der Bergischen Industrie- und Handelskammer und Kooperationspartner der Bergischen Universität Wuppertal und der Hochschule Bochum, Campus Velbert/Heiligenhaus.

Internet: www.bzi-rs.de

Quelle: RP
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