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Remscheid
Caféhaus-Atmosphäre mit Kultfaktor

Remscheid: Caféhaus-Atmosphäre mit Kultfaktor
Oliver Hanf lockte das Publikum zum musikalischen Sommerabendtreff ins Rotationscafé. FOTO: Archiv
Remscheid. Feierabend, Sommernacht und Altstadtbummel, das zog am Freitagabend viele Besucher in die historischen Gassen Lenneps. Weit geöffnet waren die Türen des Rotationscafés an der Kölner Straße. Blues- und Soulrhythmen ließ die Spaziergänger verweilen und luden zum Eintreten in das Caféhaus mit Kulturcharakter. Von Angela Heise

Mit der Ankündigung "Naomi & Oliver spielen einige Originals und Pop Perlen, die Spaß und gute Laune machen" hatten die Betreiber des Cafés zur "Pop-Session" geladen, und zum zweiten Mal wirkte das Duo Naomi Khimji-Feld und Oliver Hanf als Publikumsmagnet. "Willkommen zur Acoustic-Night bei Schmidts", hieß Hanf die Gäste, die nicht nur den Gastraum, sondern auch Biergarten im Hinterhof und die Außenbestuhlung vor dem Café zum Entspannen nutzten, willkommen. Würstchen vom Grill bereicherten den gesellig-genussvollen Abend.

"Die waren schon mal im Mai hier", schwärmte Heike Wöhler aus Radevormwald. "Die sind toll!". Seinen Soul- und Blues intensiven Gitarrenklängen verlieh der Frontmann der "Jim Rockford Band" seine eigene akustische Improvisationsnote. Quer Beet, von Jazz bis Pop, bot er ein buntes Saitenszenario auf höchstem Niveau. Rhythmik und Gefühl flossen im Einklang und übertrugen sich auf die Gäste, die kopf- und fußßwippend der Musik folgten. Einfühlsam und facettenreich übertrug sich auch die Stimme des Musikers, die balladenträchtig oder anheizend die musikalischen Geschichten um Liebe und Leben erzählten. Sein rhythmischer Sprechgesang animierte zum Mitklatschen und Mitfühlen.

An seiner Seite Naomi Khimji-Feld. Als sei das Singen und Tanzen ihr Lebenselixier, versprühte die junge Künstlerin ihre Leidenschaft und verschmolz in rhythmischem Swingen und inbrünstigem Gesang. Mit ihrem ausdrucksstarken und gefühlsbetonten Stimmvolumen begeisterte sie die Zuhörer und übertrug authentisch die Gefühle von Komposition und Text. Angetan von Feierabendlaune entfachten sich auch während der musikalischen Beiträge Publikumsgespräche um Kultur, Musik, Beruf und Erleben. Das zeitweilige Stimmgewirr wurde symbiotisch eins mit der Musik und gab dem Abend einen gemeinschaftlichen Entspannungsrahmen.

Eine sehr schöne Szenerie entstand, als ein kleines Mädchen seine Blockflöte griff und das Café-Konzert mit kindlicher Begeisterung untermalte. Die Künstler sahen es gelassen. Wer weiß, vielleicht entwickelt sich da ein neues Talent.

Quelle: RP
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