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Remscheid
CDU-Politiker wartet auf Antwort der Polizeichefin

Remscheid. Hält die Polizei bei Straftaten Informationen über die Herkunft von Tätern zurück, wenn es sich bei ihnen um Migranten oder Asylbewerber handelt? Gibt es Anweisungen an Polizisten und die Pressestelle der Polizei, über Straftaten von Flüchtlingen zu schweigen? Mit diesen Fragen, die seit den sexuellen Übergriffen auf junge Frauen in der Silvesternacht in Köln intensiv diskutiert werden, hatte sich der Vorsitzende der kommunalpolitischen Vereinigung der CDU, Roland Gedig, Mitte Januar an die Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher gewandt.

Aufhänger war unter anderem die Massenschlägerei in einer Shisha-Bar am Ebert-Platz. Auf eine Antwort wartet Gedig immer noch. Bislang erhielt er nur eine Eingangsbestätigung der Pressestelle. Darin wird um Geduld gebeten, einige Fachdienste müssten noch befragt werden. Grundsätzlich aber weist die Polizei darauf hin, dass sie sich an den Pressekodex des Deutschen Presserates hält. Demnach seien nationale Minderheiten nur dann in einer Meldung "zu erwähnen, wenn es für das Verständnis des Sachverhaltes zwingend erforderlich ist".

Gedig ist über die Art und Weise, wie mit seinem Brief umgegangen wird, verwundert. "Ich habe das Gefühl, da wird auf Zeit gespielt."

(hr)
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