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Remscheid
Chance für neue Halle an Gesamtschule

Remscheid: Chance für neue Halle an Gesamtschule
Die heruntergekommene Turnhalle an der Albert-Einstein-Gesamtschule soll mit Fördergeld des Bundes saniert werden. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Mit Hilfe vom Bund könnte Dreifach-Sporthalle an Albert-Einstein-Gesamtschule entstehen. Von Henning Röser

Bei der Suche nach einem Standort für die dringend benötigte Dreifach-Sporthalle in der Innenstadt ist möglicherweise eine Vorentscheidung gefallen. Wie der für Schule und Sport zuständige Dezernent Thomas Neuhaus gestern berichtete, bewirbt sich die Stadt mit der Turnhalle der Albert-Einstein-Gesamtschule an der Brüderstraße um Gelder aus einem Förderprojekt der Bundesregierung. Dabei geht es um Fragen der energetischen Sanierung, aber auch um Projekte, die sich mit Inklusion sowie mit der Integration von Migranten und Flüchtlingen beschäftigen.

Die Innenstadt-Gesamtschule erfülle alle Kriterien des Fördergebers sagte Neuhaus der BM. Mit einem Migrantenanteil von 70 Prozent leiste sie seit Jahren erfolgreiche Integrationsarbeit. Die marode Turnhalle steht schon lange auf der Sanierungsliste des Gebäudemanagements. Sie ist nur noch eingeschränkt nutzbar.

"Neubauten auf frei stehenden Flächen werden nicht gefördert", sagte Neuhaus. Heißt übersetzt: Die beiden ebenfalls diskutierten möglichen Standorte am EMA-Gymnasium und im Stadtpark (neben dem Sportbad) passen nicht ins Raster Die vielleicht entscheidende Nachricht vor dem Hintergrund der Finanznot der Kommune: Im Falle eines Zuschlags würde der Bund 90 Prozent der Kosten übernehmen. Beim Millionenprojekt Dreifach-Turnhalle wäre das eine große Summe, die Remscheid sparen könnte.

Neuhaus hat den Sportbund bereits über die jüngsten Ideen aus dem Rathaus informiert. Er weiß, dass die Sportbundspitze einen Neubau am Stadtpark favorisiert, wo mit Sportbad und großer Sportanlage in direkter Nachbarschaft ein Sportzentrum entstehen könnte. Dort sei er auf viel Verständnis gestoßen, sagte Neuhaus der BM. So gebe es bereits Überlegungen des Sportbunds, Sportangebote für Flüchtlinge anzubieten.

Neuhaus stellte die Pläne gestern Abend im Haupt- und Finanzausschuss vor. Die Politik muss sie nun bewerten und überlegen, wie sie mit ihrem Auftrag umgeht. Mit den Stimmen von SPD, Grünen, FDP und Wählergemeinschaft hatte der Rat im Mai beschlossen, dass die Stadt ähnlich wie bei der Suche nach einem geeigneten Standort für den Neubau des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung, eine Matrix erarbeitet, die den Politikern einen Vergleich der Standorte ermöglichen soll. Der langjährige SPD-Fraktionschef Hans Peter Meinecke hatte zuletzt erklärt, dass nur ein Standort an einer Schule in Frage komme, weil die Halle schließlich aus dem Schuletat bezahlt werde. Auch hier würde sich die Sachlage bei einer massiven Förderung aus anderen Töpfen anders darstellen.

Auch das EMA-Gymnasium hat sich zuletzt intensiv um den Zuschlag für den Hallen-Neubau beworben. Die Schule setzt einen Schwerpunkt im Bereich Sport.

Quelle: RP
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