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Remscheid
Chinesin eröffnet die Nacht der Gitarren

Remscheid. Okay Özdag ist ein Vertreter der neuen, jungen Generation klassischer Gitarristen aus der Türkei. Beim bergischen Gitarrenfestival vom 1. bis zum 6. Januar, tritt er als Solist auf. Er steht für die Vielfalt an Stilen, die bei diesem jährlichen Festival in der Akademie Remscheid zu erleben ist. Özdag studierte an mehreren Universitäten seines Heimatlandes und absolvierte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln/ Standort Wuppertal den Master of Music. Neben Aufführungen von Werken des Standardrepertoires hat er sich frühzeitig mit eigenen Gitarrenwerken einen Namen gemacht. Sein Programm bringt hauptsächlich seine eigenen Stücke mit den faszinierenden Klängen Anatoliens zu Gehör, heißt es in einer Mitteilung der Akademie. Den Auftakt der Gitarrenwochen bildet in diesem Jahr die schon fast legendäre Guitar Night, die mit vier international hochkarätigen Künstlerinnen und Künstlern wohl bis Mitternacht das Auditorium faszinieren wird (Samstag, 2. Januar, 20 Uhr). Die chinesische Gitarristin Liying Zhu, mehrfache internationale Preisträgerin hat gerade erst im November ihr Debut in der Carnegie Hall in New York gegeben. Sie vertritt die klassische Gitarre auf höchstem Niveau und eröffnet die Konzertnacht.

Mit Denis Schmitz folgt ein weiterer großartiger, junger Künstler, der sich zunehmend auch der zeitgenössischen Gitarrenmusik Brasiliens widmet. Der Preisträger des Barmenia Musikpreises wird das Auditorium mit pulsierenden Samba Rhythmen, gleichermaßen virtuosen wie bezaubernd melancholischen Klängen fesseln. Schon seine Debut CD "Sons do Brasil" verspricht einen genussvollen Beitrag, mit dem sich die Zuhörer in den Karneval von Rio oder die Copacabana träumen werden.

Gary Ryan, Professor für Gitarre am "Royal College of Music" in London, steht schon lange auf der Wunschliste der Veranstalter. Er gehört zu den ganz wenigen klassischen Gitarristen, die neben ihrer eleganten Spielweise, einem wunderbaren Instrumentalklang und einer gediegenen Interpretation auch selbst komponiert und es versteht gerade mit seinen "Cross over" Werken, die Elemente von Popmusik, Country und Jazz enthalten, viele junge Spieler zu begeistern.

Bruno Müller, der bekannte Kölner Jazzgitarrist, wird mit Andy Gillmann und Rolf Fahlenbock den Abend im Trio beschließen. Seine große stilistische Breite, die reibungslose Übergänge und Wechsel Pop, Soul, Jazz oder Funk zulässt wird ganz besonders durch seine "groovige" Spielweise faszinierend ergänzt. Er tourte u.a. mit so unterschiedlichen Künstlern wie Gloria Gaynor, Thomas Quasthoff, Till Brönner, Udo Jürgens oder Max Mutzke und arbeitet schon früh mit Stephan Raab zusammen, bei dem er auch eine längere Zeit in seiner Band "TV Total" spielte.

Die Konzerte flankieren den Gitarrenkurs an der Akademie. Dort treffen sich eine Woche lang Gitarristen, um sich in Seminaren namhafter Dozenten neue Impulse für ihr Spiel zu holen. Zum Abschluss der Gitarrenwochen gibt es ein Konzert der Teilnehmer und Dozenten Dienstag, 5. Januar, 19.30 Uhr.

(cip)
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