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Remscheid
"Comedy Fieber" - Marathon für die Lachmuskeln

Remscheid. Beim Benefiz-Abend für die Lerose-Stiftung im Teo Otto Theater sorgten Comedians für beste Unterhaltung. Von Anna Mazzalupi

Wie es sich anhört, wenn 650 Menschen zeitgleich lachen, konnte man am Freitagabend im Teo Otto Theater hören. Die achte Auflage des "Comedy Fiebers" der Lerose-Stiftung war ein Marathon für die Lachmuskeln.

Senkrechtstarter-Comedian Alain Frei aus der Schweiz eröffnete das Lachfeuerwerk souverän und locker mit charmanten Akzent. Gags über seine Mutter durften genauso wenig fehlen wie das Spielen mit gängigen Vorurteilen: "In Deutschland wird man auf der Autobahn geblitzt, in der Schweiz wirst du dabei gemalt". In seinen Pointen baute Frei auch aktuelle Themen ein, regte zum Nachdenken an. Seinen größten Moment hatte er allerdings, als er improvisierte. Das Publikum konnte sich kaum noch halten vor Lachen, als Frei spontan auf den Zuruf einer Zuschauerin reagierte, die ihm unvermittelt sagte, dass sie wie er auch Single sei. Das brachte selbst den Comedy-Star aus dem Konzept, der den Abend spontan zur Singlebörse erklärte.

Musikalisch-witzig präsentierte sich das lokale Duo Roy Sanders und Bert Kotrheim. Sanders (eigentlich ein Lüttringhauser) kam direkt aus Las Vegas, um das "Düsseldorfer" Publikum zum Kochen zu bringen. Sein glamouröser Auftritt im Spotlight bildete den totalen Kontrast zu seinem pullundertragenden Partner. Von Pop und Rock über Schlager hatten die Beiden alles im Repertoire. Mit Roys dunkler Stimme und seinem blonden Elvis-Look sowie Berts zurückhaltend sarkastischer Art und hoher Pieps-Stimme verliehen sie jedem Coversong ihren eigenen Stil. Als sich die Künstler aus der ersten Reihe zwei Tanzpartnerinnen zum Schmachtfetzen "Something Stupid" schnappten, tanzten auch einige der Zuschauer mit.

Star des Abends blieb allerdings Dave Davis. Im knallgelben Shirt und leuchtendroten Turnschuh hüpfte das Energiebündel über die Bühne, band hier und da auch einige Besucher mit ein und ließ es sich nicht nehmen, immer wieder die Unterschiede zwischen Afrikanern und den deutschen "Albino-Äffchen" zu erwähnen, die wie "Pferde arbeiten, aber wie Ponys bezahlt werden". Allerdings zettelten sie keine Revolte an, weil es dafür kein Formular gebe.

"Seid ihr ein geiler Haufen", befand Davis über die Remscheider. Als "Afrikaner des Vertrauens" forderte er auf amüsante Weise seine Gäste auf, mehr auf die eigene Seele zu achten oder in der Flüchtlingsfrage ein "Change Maker" zu sein.

Der Erlös des sehr kurzweiligen Abends kommt komplett der Lerose-Stiftung zugute, die sich für das Wohl sozial benachteiligter Kinder in der Stadt einsetzt und Projekte fördert.

Quelle: RP
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