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Remscheid
CS-Gas - Schule will Ermittlungen abwarten

Remscheid. Nach dem Tränengas-Unglück haben Schüler und Lehrer der Hauptschule Wilhelmstraße gestern wieder zum Normalbetrieb zurückgefunden. Von Tim Harpers

Der Großteil der Jugendlichen, die am Dienstag mit Atemwegsbeschwerden von Sanitätern der Feuerwehr notversorgt werden mussten, nahm gestern schon wieder am Unterricht teil.

Was mit dem 15-jährigen Mädchen passieren wird, das am Dienstag in der ersten Etage der Schule das Tränengas freigesetzt haben soll - angeblich aus Spaß, wie es erste Ermittlungen der Polizei ergaben - ist noch nicht klar. "Da haben wir noch keine Regelung", sagte Schulleiterin Elke Simon gestern unserer Zeitung . "Wir warten erst einmal die polizeilichen Ermittlungen ab. Wenn wir dann wissen, was tatsächlich vorgefallen ist, schauen wir weiter."

Ein Problem mit Waffen an ihrer Schule sieht sie aber nicht. "So etwas ist jetzt zum ersten Mal passiert", sagt sie. "Mir liegen keine Erkenntnisse darüber vor, dass sich meine Schüler irgendwie aufrüsten würden. Auch nicht nach den Vorfällen von Köln."

Die Eltern der Schüler scheinen den CS-Gas-Vorfall vergleichsweise unaufgeregt zur Kenntnis genommen zu haben. "Bisher gab es noch nicht wirklich viele Rückmeldungen. Ich habe aber nicht den Eindruck, dass sich die Leute da jetzt große Sorgen machen würden", sagt die Schulleiterin.

Dazu bestehe auch kein Grund. Der Vorfall am Dienstag habe gezeigt, dass das Krisenmanagement hervorragend funktioniert. "Da ging gestern alles Hand in Hand. Ich bin mit der Zusammenarbeit von Lehrpersonal, Polizei und Feuerwehr wirklich zufrieden." Größere Konsequenzen für den Schulalltag soll der Tränengasvorfall nicht haben. Schultaschenkontrollen oder ähnlich drastische Maßnahmen seien nicht vorgesehen. "Es wird aber einen Termin geben, an dem wir uns noch einmal mit den Schülern zusammensetzen werden", sagt Elke Simon. "Wir wollen die Geschehnisse aufarbeiten und allen Beteiligten klarmachen, wie gefährlich der Umgang mit solchen Abwehrwaffen sein kann."

Im Gespräch könne man den jungen Leuten am ehesten verdeutlichen, dass so etwas nicht noch einmal passieren darf.

Quelle: RP
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